Satzung der Arbeitsgemeinschaft Lebenslinien

Die Satzung der ALL Arbeitsgemeinschaft LebensLinien wurde zuletzt geändert durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 12. November 2011.
 

1. Name, Sitz und Geschäftsjahr

a) Die Arbeitsgemeinschaft führt den Namen „ALL- Arbeitsgemeinschaft LebensLinien“. Ihr Sitz ist am Wohnsitz des Geschäftsführenden. Die ALL ist am 11.03.1988 in Versmold-Hesselteich gegründet.

b) Der Name ALL und das Logo sind als Wort- und Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt unter AZ 30 2009 001 251.2/16 und 30 2009 001 252.0/16 namens- und markenrechtlich geschützt. Als Markeninhaber soll der jeweils aktuelle Vorstandsvorsitzende fungieren.

c) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr (01. Januar bis 31. Dezember)
 

2. Sinn, Zweck und Zielsetzung

a) Die ALL und ihre Mitglieder bemühen sich um die Erhaltung und Fortentwicklung von Zuchtlinien in der Rinderzucht, schwerpunktmäßig in der Schwarz- und Rotbuntzucht, die sich durch hohe Langlebigkeit, Lebenskraft und Dauerleistungen bewährt haben.

b) Dazu finden regelmäßig Mitgliedertreffen, Veranstaltungen und Informationsfahrten statt. Fachinformationen sowie eine Liste mit empfehlenswerten Vererbern werden über ein Informationsblatt und die Homepage der Arbeitsgemeinschaft www.all-rind.de publiziert.

c) Zur Erreichung des Zweckes können Dienstleistungsverträge mit anderen Organisationen und Einzelunternehmen abgeschlossen bzw. eine enge Zusammenarbeit gepflegt weden. 

d) Als langfristiges Ziel wird angestrebt, ein Rind zu züchten, welches die Eigenschaften nach §2a besitzt und es mit dem Markenzeichen „ALL“ zu versehen. Die Qualifikation ist im Rahmen des Zuchtprogrammes und Zuchtzieles zu definieren.
 

3. Organe der ALL

a) Der Vorstand: Der Vorstand setzt sich aus dem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern und maximal zwei weiteren Vorstandsmitgliedern zusammen. Die Vertretung der Arbeitsgemeinschaft wird wie folgt  beschränkt: Der Vorsitzende ist für sich allein berechtigt, die Arbeitsgemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten, im Verhinderungsfall seine Stellvertreter gemeinsam, jeweils auf der Grundlage gefasster Vorstandsbeschlüsse. Im Innenverhältnis sind die Stellvertreter nur bei Verhinderung des Vorsitzenden befugt, die Arbeitsgemeinschaft zu vertreten und die dem Vorsitzenden zugewiesenen Aufgaben wahrzunehmen. Die Mitglieder des Vorstandes werden in geheimer Wahl für drei Jahre durch die ALL-Mitglieder in der Mitgliederversammlung gewählt. Gewählt ist, wer die meisten der abgegebenen Stimmen erhält. Stimmenthaltungen werden als nicht abgegebene Stimmen gewertet. Fällt eine Ersatzwahl in die laufende Amtsperiode eines Vorstandsmitgliedes, so wird die bis zu diesem Zeitpunkt verstrichene Zeit voll auf die Amtsperiode des Neugewählten angerechnet. Die neugewählten Vorstandsmitglieder bleiben bis zu einer ordnungsgemäßen Neuwahl im Amt. Die Wiederwahl ist zulässig.

b) Mitgliederversammlung: 
Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:
 
1. die Wahl des Vorstandes;
2. die Entlastung des Vorstandes nach Vorlage der Jahresrechnung und des Geschäftsberichtes;
3. die Bestätigung des vom Vorstand bestellten Geschäftsführers;
4. die Wahl der Beisitzer;
5. die Beschlussfassung über das gemeinsame Zuchtziel;
6. die Festsetzung der Beiträge;
7. den Umfang und die Ausstattung einer Geschäftsstelle;
8. die Beschlussfassung über Satzungsänderungen;
9. die Auflösung der Arbeitsgemeinschaft. 

Die Mitgliederversammlung tritt jährlich mindestens einmal zusammen. Sie ist ferner „außerordentlich“ einzuberufen, wenn der gesamte Vorstand oder mindestens ein Drittel der Mitglieder es unter Angabe von Gründen beim Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft schriftlich beantragt. Die Mitgliederversammlung wird grundsätzlich unter Angabe der Tagesordnung oder des Grundes der Einberufung und Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen schriftlich durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. 
 

4. Abstimmungen

Sofern das Gesetz oder die Satzung nicht etwas anderes verlangen, werden alle Beschlüsse und Wahlen mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder gefasst. Soll eine Wahl geheim erfolgen, so muss das von einem Mitglied beantragt werden. Eine Stimmübertragung ist nicht möglich.
 

5. Aufgaben des Vorstandes

Dem Vorstand obliegen die Vertretung und die Geschäftsführung. Die Vertretungsmacht und Verpflichtungsfähigkeit des Vorstandes ist beschränkt auf die Höhe des Vermögens der Arbeitsgemeinschaft. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten der Arbeitsgemeinschaft zuständig, soweit sie nicht durch zwingende gesetzliche Vorschriften oder durch die Satzung ausdrücklich dem Vorsitzenden, seinen Stellvertretern, der Geschäftsführung oder der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, an den Sitzungen, Abstimmungen und Beschlussfassungen teilzunehmen und die ihnen zugewiesenen Geschäfte zu übernehmen.

Der Vorstand ist zuständig für:
a) die Vorbereitung aller Beschlussvorlagen für die Mitgliederversammlung;
b) die Überwachung und die Einhaltung der Mitgliedspflichten;
c) die Vorlage einer geprüften Jahresrechnung an die Mitgliederversammlung;
d) die Vorlage eines Geschäftsberichtes;
e) die Kontrolle der vom Vorstand an die Geschäftsführung übertragenen Aufgaben;
f ) die Entlastung des Geschäftsführers;
g) die Vorbereitung der Aufnahme und des Ausschlusses von Mitgliedern;
h) die Erstellung eines Geschäftsverteilungsplanes;
i) die Einstellung und Entlassung von Angestellten nach Maßgabe des Haushaltsvoranschlages zur Durchführung von Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft. Vorstandssitzungen werden grundsätzlich unter Angabe der Tagesordnung oder des Grundes der Einberufung und Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen schriftlich auf dem Postweg oder auf elektronischem Weg per E-Mail durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen.
Der Vorstand beschließt in Sitzungen. Er ist beschlussfähig, wenn sämtliche Vorstandsmitglieder ordentlich geladen und mindestens zwei Drittel anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

Ist der Vorstand nicht beschlussfähig, so kann er zum zweiten Mal über denselben Gegenstand zusammengerufen werden. Er ist sodann ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig. Bei der Einladung zur zweiten Sitzung muss auf diese Folge hingewiesen werden. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegt insbesondere:
a) die Führung der laufenden Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft, soweit er sich hierzu nicht eines Geschäftsführers bedient;
b) die Vorbereitung der Beratungsgegenstände, Einberufung, Leitung und Protokollierung der Sitzungen der Arbeitsgemeinschaftsorgane;
c) die Verwaltung und Verwendung der Mittel der Arbeitsgemeinschaft nach Maßgabe des Haushaltsvorschlages und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

Durch den Schriftführer ist ein Protokoll einer jeden Vorstandssitzung bzw. jeder Mitgliederversammlung anzufertigen, von ihm/ihr und dem Versammlungsleiter/-in zu unterschreiben und in einer Sammelmappe der Aufbewahrung zuzuführen. Ist kein Schriftführer bestellt, so hat die Protokollierung von Fall zu Fall durch einen anderen Beauftragten zu erfolgen
Die Protokolle müssen enthalten:
a) die Art, den Inhalt und den Zeitpunkt der Einladung;
b) den Ort und den Tag der Sitzung;
c) die erschienen Mitglieder;
d) den Namen des Vorsitzenden und des Protokollführers;
e) den Gegenstand und das Ergebnis der Beratungen;
f ) den Wortlaut und das Abstimmungsergebnis der gefassten Beschlüsse. 
 

6. Geschäftsführung – Besondere Vertreter

Für die laufende Geschäftstätigkeit der Arbeitsgemeinschaft kann ein Geschäftsführer bestellt werden. Er wird auf Vorschlag des Vorstandes bestellt und durch die Mitgliederversammlung bestätigt.
Die Kompetenzen und der Tätigkeitsbereich ergeben sich aus:
a) dieser Satzung;
b) den Weisungen des Vorstandes.
 

7. Unterstützung des Vorstandes

Zur Unterstützung bei der Erfüllung seiner Arbeitsaufgaben kann der Vorstand die nachfolgenden Gremien oder Funktionen bestellen:
a) einen Fachbeirat ;
b) einen Schriftführer ;
c) einen Kassenwart.

Die Kompetenzen und der Tätigkeitsbereich ergeben sich aus den Weisungen des Vorstandes.
 

8. Gemeinnützigkeit

Die ALL als Arbeitsgemeinschaft ist selbstlos tätig gemäß Gemeinnützigkeitsverordnung und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Arbeitsgemeinschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der ALL fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Zwecks Beibehaltung der Gemeinnützigkeit der Arbeitsgemeinschaft ist eine pauschale Vergütung für ehrenamtliche Tätigkeiten in der gesetzlich zugelassenen Höhe erlaubt. Die ALL dient keinem religiösen oder politischen Zweck, hält sich sowohl hinsichtlich ihrer gesamten Konzeption wie auch ihrer inneren Organisation an ideelle und demokratische Grundsätze und strebt im Übrigen den Erhalt bäuerlicher Rindviehzucht an.
 

9. Erwerb der Mitgliedschaft

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft können natürliche und juristische Personen sowie Personenvereinigungen werden soweit sie Rinder halten und/ oder an der Rinderzucht interessiert sind.

Die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft ist schriftlich zu beantragen. Mit dem Aufnahmeantrag ist auch eine verbindliche Bankabbuchungsgenehmigung für die Einziehung des Jahresbeitrages in Höhe des Mitgliederversammlungsbeschlusses zu unterzeichnen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Bei Ablehnung durch den Vorstand und erhobenen Widerspruch des Antragstellers entscheidet letztlich die Mitgliederversammlung. Der von der Arbeitsgemeinschaft abgelehnte Antragsteller ist über sein Widerspruchsrecht zu belehren.

Bei Übergabe des landwirtschaftlichen Betriebes eines Mitgliedes kann der neue Inhaber auf Antrag die Mitgliedschaft fortsetzen. 
 

10. Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss. Eine Kündigung der Mitgliedschaft durch das Mitglied muss mindestens drei Monate vor Geschäftsjahresschluss schriftlich bei der Geschäftsstelle / dem Geschäftsführer eingereicht sein.

Ein Mitglied kann, nach vorheriger Anhörung, durch den Vorstand ausgeschlossen werden:
a) bei Verstoß gegen die Satzung;
b) bei Nichtzahlung des Jahresbeitrages oder einer anderen Zahlungsverpflichtung an die ALL-Kasse, wenn nach zweimaliger Mahnung innerhalb von vier Wochen keine Zahlung erfolgt ist;
c) wenn das Mitglied das Ansehen der ALL schädigt und/oder den Interessen der ALL durch Wort oder Schrift entgegen wirkt. Die bis zum Erlöschen der Mitgliedschaft entstandenen Ansprüche der Arbeitsgemeinschaft gegen das ausscheidende Mitglied, insbesondere Beitragsforderungen, bleiben bestehen. Das ausscheidende Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vermögen der Arbeitsgemeinschaft. 
 

11. Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder haben das Recht, an allen Veranstaltungen der ALL teilzunehmen, ALLFachinformationen zu erhalten und die in § 2 genannten Hilfen zum Sinn und Zweck der ALL wie auch der langfristigen Zielsetzung dieser Arbeitsgemeinschaft in Anspruch nehmen zu können. Das Mitglied verpflichtet sich mit seinem Beitritt, die Satzung der ALL anzuerkennen, die Bestimmungen der Satzung und des Tierschutzrechtes einzuhalten und zeitgerecht den Jahresbeitrag zu entrichten.

Gemäß § 2 dieser Satzung verpflichtet sich jedes Mitglied, im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Erhaltung und Fortentwicklung der „Lebenslinien“ in der Rinderzucht zu fördern und sich von der Bevorzugung so genannter „frühreifer“ oder nicht ausreichend auf Lebenskraft geprüfter Linien zu distanzieren. Er/Sie ist bereit, von solchen biotechnischen Züchtungsmethoden, welche die natürliche Selektion auf Lebenskraft, Konstitution und Fruchtbarkeit umgehen, Abstand zu nehmen. Darüber hinaus ist jedes Mitglied verpflichtet, generell solche Methoden, die den Zellkern angreifen, auszuschließen und sich jeder unerlaubten Leistungs-Manipulation zu enthalten. Weitere Regularien und Maßnahmen werden in ein vom Vorstand gegebenenfalls unter Mitwirkung des Beirates zu erstellendes Zuchtprogramm niedergelegt. 
 

12. Jahresbeitrag

Der Jahresbeitrag wurde durch die Mitgliederversammlung am 11. Juli 2009 festgesetzt. Beitragsveränderungen sind durch den Vorstand einstimmig zu beschließen und in den nächsten ALL-Mitteilungen den Mitgliedern zur Kenntnis zu geben. Beitragserhöhungen unterliegen der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit. Der Jahresbeitrag ist einmal jährlich abzubuchen und zwar innerhalb von vier Wochen nach dem Beitritt des Mitglieds und später jeweils im Januar eines jeden Jahres. 
 

13. Satzungsänderungen

Satzungsänderungen werden mit 3/4-Mehrheit der anwesenden Mitglieder durch die Mitgliederversammlung, nach fristgerechter Ankündigung auf der Tagesordnung, beschlossen. Die aktuelle Satzung der Arbeitsgemeinschaft wird auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft www.all-rind.de im Menüpunkt „Satzung“ öffentlich bekannt gegeben.
 

14. Haftung und Rücklagen

Für Verbindlichkeiten der Arbeitsgemeinschaft haftet grundsätzlich nur das Vermögen der Arbeitsgemeinschaft. Eine Haftung der Einzelmitglieder ist ausgeschlossen. Rücklagen der Arbeitsgemeinschaft dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes auf Zeit. Über die Verwendung der Rücklagen beschließt die Mitgliederversammlung.
 

15. Veröffentlichungen und Bekanntmachungen

Bekanntmachungen der Arbeitsgemeinschaft an die Mitglieder erfolgen durch Rundschreiben auf dem Postweg oder auf dem elektronischen Wege (E-Mail) oder werden auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft www.all-rind.de im Menüpunkt „Termine“ öffentlich bekannt gegeben.
 

16. Mitgliedschaft in Vereinigungen

Die Arbeitsgemeinschaft kann bei Vereinigungen oder anderen Zusammenschlüssen, die der Förderung des Zwecks der Arbeitsgemeinschaft dienen, die Mitgliedschaft erwerben.
 

17. Auflösung und Liquidation

Die Auflösung der Arbeitsgemeinschaft „ALL“ kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Bei Auflösung der ALL ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden.
 

Bad Salzuflen, den 12. November 2011