SURAN, BONHOF und JERICHO glänzen als Listenführer

der töchterbasierten Bullen bei unterschiedlichen Relativzuchtwerten. Das Wunderbare ist, dass diese Bullen vom Zuchtbeirat der ALL seit Jahren beharrlich empfohlen werden. Diese Zuchtwertschätzung war der Lohn für das Zutrauen in die eigene Entscheidung, die Treue zum Produkt und vielleicht auch den etwas tieferen Blick hinter die Kulissen. Bekanntermaßen empfiehlt die ALL nur Genomics, welche zuvor auf der Besamungsstation in Augenschein genommen wurden.

Der Super-Sohn SURAN von der RBB GmbH übernimmt aus dem Stand mit 475 Töchtern die Führerschaft in der Rangierung nach dem Gesamtzuchtwert (RZG 150). Seine Zuchtwertkette ist exquisit, wobei die Besitzorganisation einen zurückhaltenden Einsatz bei Färsen empfiehlt. SURAN wurde intensiv als GENOMIC eingesetzt, so dass er seine Klasse alsbald durch weitere große Töchterzuwächse beweisen kann.

In der ALL-Mitteilung 02/2012 behauptete Wilhelm Spangenberg „Kuhfamilie und Genomic, das geht!“ und beleuchtete die Familie von BONHOF (Bowser x Damion). Er war einer der ersten neun genomischen ALL-LOGO-Bullen und wurde zum damaligen Zeitpunkt aus einem Pool von 2.697 Kandidaten ausgewählt sowie in Erfurt besichtigt. In direkter Folge kann seine Mutterline neun Generationen Exzellent oder Very Good vorweisen. Die Mutter Savannah und seine mütterliche Großmutter Saturday sind jeweils EX 90 eingestuft. Bonhof stammt aus dem Zuchtprogramm von LTR/ZBH und hat ALL-Appeal , wobei die Melkbarkeit und die Hinterbeinwinkelung bei der Anpaarung beachtet werden sollten. Sein Exterieurzuchtwert liegt bei 137 Punkten (Rang 3). Im Teilzuchtwert Euterexterieur ist der Spross der Sassy-Sexation-Familie Listenführer mit 145 Punkten. Bisher wurden 60 Töchter klassifiziert und wir hoffen sehr, dass am 17. September in Laasdorf im Rahmen der „Landesschau der Thüringer Rinderzüchter“ eine erste Töchtergruppe präsentiert wird.

Erwähnt werden soll unbedingt auch der Listenführer nach RZN JERICHO (RZN 139, bei bereits 789 Töchtern; Si 60%). Er ist einer der von uns empfohlenen Jeeves-Söhne und seine züchterische Heimat ist unser Kooperationspartner RUW. JERICHO ist uns mit seinem tadelsfreien (!) Exterieur bei der Besichtigung auf der Besamungsstation in bester Erinnerung.

Diese Zuchtwertschätzung stellt auch eine Zäsur für die ALL-Kollektion dar. Aus unterschiedlichen Gründen gilt es, eine größere Anzahl Bullen aus der Empfehlung zu nehmen. Dabei sind auch Bullen der ersten Stunde, die wir bereits vier Jahre in der Empfehlung hatten. Ursachen sind:

  • die Zuchtwertentwicklung
  • die einseitige Beendigung der Kooperation durch den Zuchtausschuss des VOST
  • der natürliche Abgang von Bullen
  • das Auftreten eines neuen Erbfehlers – des Cholesterin Defizit Haplotyp (CDH)

Jeweils basierend auf einem der zuvor genannten Gründe wurden die Bullen DETROIT, EMALO, GOLDFINK, GUNNAR, JERUDO, LENNOX, LONAR, MASSACIO, NIDALL, STABY, BELGRAD, CAPONE und DEMPSEY aus der Kollektion genommen.

Die ALL hat sich entschlossen, Bullen, welche voraussichtlich Träger des CDH sind, von der Empfehlung auszuschließen. Der wissenschaftliche Diskurs ist bisher nicht abgeschlossen und eine Verbreitung dieses Erbfehlers in der Population möchten wir beim gegenwärtigen Wissensstand nicht befördern.

Der Zuchtbeirat der ALL wird am 18. August sehr zeitnah abschließend über die Ergebnisse der letzten Schätzung befinden. Im positiven Sinne „Ungeduldigen“ wollen wir bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt den notwendigen Überblick geben. Aus diesem Grund haben wir die bekannte Liste der Zuchtwertveränderungen zum Download beigefügt.

Einige Aspekte sollen ausdrücklich Erwähnung finden. Mit GOLD-RED und PIEDRO haben zwei weitere Bullen den Übergang zu den töchterbasierten Zuchtwerten vollzogen, wobei GOLD-RED mit einem Abschlag von weiteren 13 Punkten im RZM bei nunmehr 92 Punkten die Erwartungen im Leistungszuchtwert nicht erfüllen konnte. Gegenüber seinem RZM bei der Logo-Vergabe im Mai 2012 ist dies ein Abfall um 22 Punkte. Seine Stärken liegen eindeutig in der Exterieurvererbung. Auch PIEDRO können wir nicht als Milchmengenvererber bewerben. Seine Qualität sehen wir unter einem ganz anderen Aspekt.

  • sein Vater PRINCE beweist seit Jahren (mit nunmehr 16.265 Töchtern) seine Qualität und hinterlässt funktionelle Laufstallkühe mit hoher Fundamentqualität (FU 133) bei besten funktionalen Merkmalen
  • PRINCE-Söhne sind nur in geringer Zahl vorhanden
  • mit seinem Fundamentzuchtwert von 139 spielt PIEDRO in einer eigenen Liga,
  • sein Pedigree hat geringste verwandtschaftliche Beziehungen zu O-Man und Planet, deren Söhne in der Fundamentqualität überwiegend nur durchschnittlich sind – hier sehen wir für die Zukunft seine besondere Bedeutung

Im Ganzen brachte die Zuchtwertschätzung geringe Schwankungen. BAXTINO, EDWAY und EMINEM konnten mehrere Punkte im RZN zulegen. HAFNAR (MAR), BOOKEM sowie BRAWLER steigerten ihre Leistungszuchtwerte, wobei mit BOOKEM sicherlich ein „einmaliger“ Bulle verfügbar ist. Selbst Züchter mit jahrzehntelanger Erfahrung sollten sich schwerlich an Bullen mit so einer harmonischen Zuchtwertkette auf höchstem Niveau, nachgewiesen durch bisher 5.452 Töchter unter Vermeidung jeglicher Extreme, erinnern können. MASCALESE hat inzwischen erste Töchter in Deutschland.

Mit dieser kurzen Zusammenfassung verweisen wir auf die kommenden Veröffentlichungen ab Ende nächster Woche, soweit weiteren Bullen das ALL-Logo zugesprochen werden kann.

 

Vorankündigung zum Züchtertag 2015

Im bewährten Format laden wir Sie herzlich zum Züchtertag mit Mitgliederversammlung nach Schüttorf und Rhauderfehn – Klostermoor ein. Nähere Informationen zur organisatorischen Gestaltung des Züchtertages erhalten Sie in der beigefügten Einladung. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen am 29. August 2015 um 10:00 Uhr im Hotel Nickisch und heißen Gäste ausdrücklich und  herzlich willkommen.

Am Nachmittag wird die Familie Oorlog in Rauderfehn-Klostermoor  unser Gastgeber sein. Mit Finesse werden 92 ha landwirtschaftliche Nutzfläche  im Wasserschutzgebiet bewirtschaftet. Seit Jahren  arbeitet Familie Oorlog mit dem System der Weelinkfütterung und sommerlicher Halbtagsweide. Die bekannte Zuchtstätte mit aktuell 75 Milchkühen, 40 Zuchtbullen sowie 100 Stück Jungvieh erreichte 2014 11.586 M-kg mit 3,79 % Fett und 3,33 % Eiweiß. Wir sind sehr gespannt  zu erfahren, wie diese Leistungen im Spannungsfeld eines Wasserschutzgebietes mit einem hohen Flächenanteil Dauergrünland im Detail gemanagt werden und freuen uns sehr auf Klostermoor.

Einladung anzeigen (PDF)

Anmeldefrist zur ALL-Jahresfahrt 2015 verlängert

Die bis heute anhaltenden streikbedingten Unregelmäßigkeiten bei der Postzustellung hatten zur Folge, dass einige Mitglieder die Einladung zur ALL-Jahresfahrt verspätet erhielten. Um diesen möglichen Nachteil auszugleichen bzw. auch erst jetzt zurückgekehrten Urlaubern die Teilnahme zu ermöglichen, haben wir beschlossen 6 Reiseplätze für „Betroffene“ zu reservieren und die Anmeldefrist bis zum 31.07.2015 zu verlängern.

Am Procedere der Anmeldung hat sich nichts geändert. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Zahlungseingangs vergeben.

Einladung zur ALL-Jahresfahrt 2015

ALL Jahresfahrt 2015

Die Reiseplanung ist beendet und wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns in Friesland bei deutschen und holländischen Züchterkollegen zu stöbern, Erfahrungen auszutauschen, mit Berufskollegen zu schnacken und am Abend gemeinsam zu klönen. Unsere Einladung richtet sich an alle an der Rinderzucht Interessierten. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Die Reiseunterlagen haben wir für Sie zum Download bereitgestellt. Sie finden darin Informationen über die verbindliche Anmeldung, die Reiseroute und die zu besuchenden Betriebe. Einladungen für Mitglieder sind auf dem Postweg.

Wir starten am 29.08.2015 13:30 in Schüttorf und kehren am 31.08.2015 abends an den Ausgangspunkt zurück.

Kommen Sie an Bord,  Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Einladung & Programm anzeigen (PDF)

Anmeldung zur ALL Jahrestour 2015 (PDF)

„Lady Gaga“ nun auch Siegerin der DHV-Schau – ALL-Ehrenpreis an „RH Maxima“

Name

Nun schon zum zweiten Mal trafen sich die Freunde der Holsteinrinder zur DHV-Schau in der modernen EWE-Arena von Oldenburg. Den Auftakt im Ring gestalteten die besten deutschen Jungzüchter mit viel Enthusiasmus am Nachmittag des ersten Tages mit ihrem anspruchsvollen Vorführwettbewerb, der jedoch leider auch diesmal wieder vor fast leeren Rängen stattfand.

Bis zur abendlichen DHV-Genetik-Auktion füllte sich die Halle zunehmend und bei Geboten, die sich für die 24 aufgetriebenen Tiere in großen Sprüngen zwischen 3.000,- € und letztlich 26.000,- € bewegten, war ständig für ausreichend Spannung gesorgt. Den höchsten Zuschlag erhielt ein erst vier Monate altes rotbuntes Kalb von Brekem aus der Laron-P-Familie mit einem gRZG von 161.

Am Donnerstag folgten ca. 5.000 Holsteinfans gespannt der Konkurrenz der etwa 200 Schaukühe. Als dann aber mit dem Auftrieb der zweiten Klasse die Arena für die beiden Farbschläge geteilt wurde, war es schwer möglich, dem Richtgeschehen zu folgen. Sowohl für die Zuschauer, als auch für die Vorführer war die Enge bedauerlich. Es war wenig Platz, die Kühe ordentlich aufzustellen und schon gar nicht, sie vernünftig in der Bewegung zu präsentieren. Dass die beiden Preisrichter Klaus-Dieter Augustin (Rotbunte) und Manfred Uhrig (Schwarzbunte) es dennoch vermochten, so souverän und ruhig mit dem Gewirr von bis zu 13 Tieren und ihren Vorführern im Ring umzugehen und dabei den Überblick zu bewahren, stellte eine echte Herausforderung dar und war ein eindrucksvoller Beweis für deren Professionalität. Dieser Teil des Konzeptes, ist für die Zukunft sicherlich zu überdenken.

Da die ALL während der gesamten Schau live über alle Klassen- und Schausieger auf ihrer Facebook-Hotline informiert hatte, beschränken wir uns auf eine Auflistung der Siegertiere in Tabellenform. Bitte sehen Sich die Fotoimpressionen der Schau direkt auf der Facebook-Seite an. Eine Anmeldung ist hierzu nicht erforderlich.

Besondere Erwähnung verdient hier selbstverständlich die Gewinnerin des ALL-Ehrenpreises, die Talent 2-Tochter -„RH Maxima“ im Besitz von Henrik Wille, Herbergen/Essen, die gleichzeitig zur Reservesiegerin der rotbunten Alten Kühe gekürt wurde. Diese, wie K.-D. Augustin begeistert kommentierte, „Wahnsinnskuh von vorn bis hinten“ aus der M-Familie unseres verdienten ALL-Züchters Antonius Richter hat bisher zusammen mit ihrer Mutter „RH Meggilee“ und ihrer Großmutter „RH Meggy“ eine Drei-Generationenleistung von 240.872 kg Milch in insgesamt 16 Laktationen erreicht. Bereits 2013 ging unser Preis auf der DHV-Schau an eine Kuh aus dieser legendären Familie, an die Morty-Tochter „RH Madonna“, die mütterliche Halbschwester von „Maxima“, ausgestellt vom Züchter Antonius Richter.

Schon bei der Siegerauswahl aber natürlich erst recht, als es zum Höhepunkt des Tages, der Wahl des Grand Champions kam, wurde bewusst, welches Niveau das Schaugeschehen inzwischen erreicht hat, besonders, was das Herausbringen von Typ und Euter angeht. Allein der Anblick dieser extrem hohen, breiten, glänzenden Hintereuter, die unglaubliche Tiefe und Rippenwölbung einiger Kühe sind wirklich beeindruckend.

Natürlich gilt jedem erfolgreichen Teilnehmer an der Konkurrenz der Jungzüchter und beim Wettbewerb der Nachzucht- und Schaukühe an dieser Stelle unser allerherzlichster Glückwunsch.

Ergebnisse

Rotbunte Holsteins

Kategorie

Kat.Nr.

Name

Vater

Besitzer

Verband

Sieger-Färsen

120

KOE Lotta

Destry

Koester KG

RUW

Reserve Färsen

105

Lila

Ladd P

RZB Derboven

MAR

 

 

 

 

 

 

Sieger-jung

132

Chicca

Picolo

Gerdes, G.

MAR

Reserve-jung

127

Jamira

Laron P

Buerger-Grebe GbR

ZBH

 

 

 

 

 

 

Sieger-alt

147

GHH Marie

Talent 2

Kastens Holsteins GbR

MAR

Reserve-alt

151

RH Maxima

Talent 2

Wille, Henrik

MAR

 

Schwarzbunte Holsteins

Kategorie

Kat.Nr.

Name

Vater

Besitzer

Verband

Sieger-Färsen

186

BcH Amy

Lavanguard

RZB am Werder

MAR

Reserve Färsen

179

SLH Naked Girl

Yorick

Schulte/Lohmöller

MAR

 

 

 

 

 

 

Sieger-jung

252

Heidy

Gabino

Köhne, G.

VOSt

Reserve-jung

254

FG Madame

Destry

Wille, H. (Future Genetics)

ZBH

 

 

 

 

 

 

Sieger-mittel

261

Franka

Knowledge

Wreesman-Grever GbR

MAR

Reserve-mittel

292

ZR Imke

Goldwin

ZB Th. Rohdemann

VOSt

 

 

 

 

 

 

Sieger-alt

299

Lady Gaga

Modest

Wille, H./Köster, F.

MAR

Reserve-alt

305

BOP Jamaica

Shottle

Volke/Hauck GbR

ZBH

 

 

 

 

 

 

Sieger NZ

441

Mona Lisa

Monreal

Oellrich GbR

MAR

Beste Nachzucht

 

Monreal (O-Man x Shottle)

 

 

MAR

 

Jungzüchter-Vorführwettbewerb

Kategorie

Kat.Nr.

Name

Vater

Besitzer / Verband

Bestes Typtier

612

RS Rosanne

Armani

RZ Strudthoff

 

 

 

 

 

Sieger-Altersklasse 1

 

Marvin Pacholke

 

MAR-WE

Reserve-Altersklasse 1

 

Felix Ziem

 

RBB

Sieger-Altersklasse 2

 

Torben Melbaum

 

MAR-WE

Reserve-Altersklasse 2

 

Anja Frietzsch

 

MAR-S

 

Qualifiziert für Cremona (Vorführen + Clipping):

 

 

 

 

 

 

Altersklasse U 18:

Sieger

 

Felix Ziem

 

RBB

 

Reserve

 

Leonie Wiewer

 

RUW

 

 

 

 

 

 

Altersklasse 18-25:

Sieger

 

Marvin Pacholke

 

MAR-WE

 

Reserve

 

Torben Melbaum

 

MAR-WE

 

ALL stiftet Ehrenpreis anlässlich DHV-Schau

ALL Reisegutschein (300�)

Der Countdown bei den Vorbereitungen für die DHV-Schau 2015 in Oldenburg beginnt in wenigen Tagen. Die Kataloge sind im Druck. Wir hatten die Möglichkeit, bereits vorab darin zu blättern. Nach unseren Informationen werden wir in Oldenburg leider keine 100.000 –Liter-Kuh im Ring begrüßen können. Dies bedauern wir sehr, denn unter den ca. 5.200 aktiven 100.000-Literkühen in Deutschland hätten sich sicherlich würdige „Repräsentantinnen“ gefunden, um für die deutsche Rinderzucht nachhaltig zu werben.

Mit der höchsten Eigenleistung wird die Katalog-Nr. 307 Loh Nationgirl von Andreas Lohmöller aus Emsbüren starten. Beachtliche 89.749 kg Milch konnte die Titanic-Tochter zum Betriebserfolg ihres Besitzers beitragen. Gleichfalls in der 8. Laktation stehend folgt ihr die Ramos-Tochter AMA Farina aus dem Stall von Agnes Asmuss mit einer Eigenleistung von 74.664 kg. Loh Nationgirl ist die Mutter des letzten Grandchampions bei der DHV-Schau 2013 – der Marbach-Tochter Loh Nastygirl.

Die höchste Eigenleistung nach Milchmenge in einer Laktation mit sagenhaften 1.127 kg Fett- und Eiweiß-kg wurde bei Benzouka angeschrieben. Dafür musste die in Frankreich gezogene Shottle-Tochter von Wilcor Holsteins 16.814 kg Milch in ihrer 4. Laktation melken.

Die ALL wird für ihr Ansinnen auch auf der DHV-Schau werben. Der Vorstand hat die Stiftung eines Ehrenpreises für die höchste 3-Generationen-Leistung nach Milchkilogramm initiiert. Dem Anlass entsprechend wird ein Reisegutschein über 300,- EUR, der zur Teilnahme an der ALL-LebensLeistungs-Tour 2015 für 2 Personen berechtigt, an den Besitzer übergeben. Im Jahr 2013 ging der Preis an die Morty-Tochter RH MADONNA, gezüchtet und ausgestellt von Antonius Richter, Salzkotten (RUW). Sie brachte es zusammen mit ihrer Mutter RH MEGGILEE und ihrer Großmutter RH MEGGY auf eine Drei-Generationen-LL von 245.193 kg Milch in insgesamt 18 Laktationen. Diese Kuh-Familie schickt auch dieses Mal eine würdige Kandidatin ins Rennen. RH Talent MAXIMA-Red ist eine der TOP-10 Kühe in der Kategorie „Höchste 3-Generationen-Leistung nach Milchkilogramm“. Der Durchschnittswert dieser Leistung der TOP-10 Kühe liegt bei 202.198 kg.

PS: Nähere Informationen zur „ALL LebenLeistungs-Tour 2015“ folgen am Wochenende. Als Termin bitte die Zeit vom 29.08 – 31.08.2015 vormerken.

ALL bei Facebook

In der letzten Mitgliederzeitschrift hatten wir angekündigt, dass wir Facebook als Plattform für Informationen nutzen wollen. Aus diesem Grund ist seit einigen Tagen der Facebook-Button auf unserer Startseite rechts oben eingeblendet. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich auf diesem Weg über Neuigkeiten der LebensLeistungszucht zu informieren.

Auch wenn Sie nicht bei Facebook registriert sind, steht Ihnen diese Informationsquelle unkompliziert zur Verfügung. Stöbern Sie ein wenig und lassen Sie sich zeitnah informieren.

Auf unserer Internetseite werden wir Sie weiter mit essenziellen Neuigkeiten, die einen größeren Raum einnehmen, auf dem Laufenden halten. 

Bewegte Zuchtwertschätzung mit vielen Veränderungen

so könnte ein erstes sowie kurzes Fazit lauten. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Festzustellen ist, dass die Dynamik der Rangplatzverschiebungen nunmehr auch bei den Bullen mit töchterbasierten Zuchtwerten Einzug gehalten hat. Diese Erscheinung kennen wir  seit 2010 von den ausschließlich genomisch zuchtwertgeprüften Bullen. Sie wird zukünftig ein steter Begleiter sein. Der eilige Leser wird zunehmend Schwierigkeiten bekommen, diese Entwicklungen zu interpretieren. Ein zweiter Blick lohnt und hierbei wollen wir versuchen behilflich zu sein.

Exemplarisch haben wir die Entwicklung der aktiven TOP-10 töchterbasiert von der Dezember- Zuchtwertschätzung gelistet.

Rang 12/2014 nach RZG

Rang 04/2015 nach RZG

Name

Rang 12/2014 nach RZG

Rang 04/2015 nach RZG

Name

1

3

Lennard

6

24

Bakombre

2

27

Pollit

7

6

Jucator

3

38

Pazzini

8

26

NOG Jeto

4

9

Dotch

9

19

Pelegrino

5

57

Elburn

10

40

Jetliner

 

Wertungsfrei, jedoch bedenkenswert, möchten wir auf die verwandtschaftliche Beziehung der nunmehr aktuellen „Aktiven töchterbasierten TOP-20 Bullen“ hinweisen. 16 der 20 Bullen führen O-Man als väterlichen Großvater.

Wesentlichen Einfluss auf die Veränderungen hatten zusätzlich die routinemäßigen Zuchtwertabschreibungen sowie systematischen Anpassungen in der Berechnung.

Genannt werden sollen an dieser Stelle folgende Besonderheiten:

  • die 5-jährige Basisanpassung der Milchleistungs-Einzelzuchtwerte, hierdurch soll der Zuchtfortschrift  der vergangenen Jahre widergespiegelt werden – Basis ist nunmehr der Kuh-Geburtsjahrgang 2010 (zuvor 2005). In der Milchmengenvererbung ergibt sich eine Abschreibung von ./. 355 M-kg für SBT und ./. 288 M-kg für RBT. Die Inhaltsstoffe insbesondere die F-% erhielten geringe Zuschreibungen
  • die jährliche Basisanpassung aller Relativ-Zuchtwerte
  • eine Anpassung für die Streuung der Merkmale Milchtyp, Körper, Strichplatzierung vorn und hinten, sowie Strichlänge. In der Folge werden die Extreme gestaucht.

Die Auswirkungen für einzelne Anpassungen sind nachfolgend aufgeführt.

Relativzucht-

wert

RZM

RZS

RZE

RZN

RZR

RZG

 

SBT

./. 1,4

./. 1,3

./. 1,6

./. 1,2

./. 0,5

./. 2,2

RBT

./. 0,5

./. 1,8

./. 1,2

./. 0,6

+ 0,8

./. 1,1

 

Die ALL-Kollektion

Die Gruppe der töchtergeprüften Vererber hat mit DETROIT und EMALO Zuwachs erhalten. Die beiden langjährig von uns empfohlenen Bullen  meisterten diesen Schritt unterschiedlich. Während der Destry-Sohn DETROIT eine überzeugende Platzierung in den TOP 10 einnimmt, ist das Debüt von EMALO durchwachsen. Deutliche Abschläge im RZE und RZM lassen seinen RZG um 8 Punkte auf 118 fallen. EMALO wird an den Erfolg seines Vaters EMINEM voraussichtlich nicht anknüpfen, jedoch wird er bei der Suche nach absoluten Outcrossvererbern immer wieder genannt werden.

Besondere Freude bereitet uns JERICHO der seinen enormen Zuchtwert für Nutzungsdauer auch bei den töchtergeprüften KB-Bullen verteidigt und in diesem Merkmal Listenführer ist. Diese Position könnte ihm in absehbarer Zeit einer der wenigen PRINCE-Söhne streitig machen. Der von uns empfohlene PIEDRO steht mit  61 Töchtern am Übergang zum töchtergeprüften Vererber. Gleiches ist von BONHOF, GOLD-RED und SURAN zu berichten, so dass wir auf die nächste Zuchtwertschätzung gespannt sein dürfen.

Die genauen Veränderungen der Zuchtwerte entnehmen Sie bitte der beigefügten Zuchtwertabweichungsanalyse. Auffällig ist, dass bis auf IMPRESSION alle töchtergeprüften Vererber Töchtermehrungen hatten. Auf mehr als 500 neue Töchter können GUNNAR, JERUDO, LONAR, MOWAMBO, BOOKEM, BRAWLER, DEMPSEY, MASSEY, PRINCE, SUDAN und SUPER verweisen.  Die erfreulichste Zuchtwertentwicklung im RZG, die jeweils mit einer Steigerung RZM korrespondiert,  haben DETROIT, GUNNAR, HAFNAR, MOWAMBO und SUDAN genommen.

Auffällig ist, dass SUDAN seinen Zuchtwertverfall im RZR nicht bremsen konnte. Der weitere Rückgang führte zu einem RZR von 82. Dieser Wert wurde vor Jahresfrist noch mit 104 angegeben.

Der Zuchtbeirat wird am kommenden Freitag die Ergebnisse dieser Zuchtwertrunde werten und den daraus resultierenden Änderungs- und Handlungsbedarf in der Empfehlung für die neue Besamungssaison berücksichtigen.

Frühlingsouvertüre der RinderAllianz

„Kühe im Fokus“ lautete das Motto der diesjährigen Verbandsschau der RinderAllianz in Karow. Wenige Stunden vor dem kalendarischen Frühlingsanfang erlebten alle Beteiligten eine Schau, deren Eindrücke nachwirken werden. Ob sie der Schlusspunkt der Winterschausaison oder aufgrund der Heiterkeit der Start in die Schausaison 2015 gewesen ist, überlassen wir der persönlichen Entscheidung.

Das bewährte Veranstaltungskonzept und die vorgestellte Qualität haben sich herumgesprochen und unsere letztjährige Feststellung „Karow ist nicht nur eine Reise wert, Karow wird zur Pflicht“ haben viele fachkundige Zuschauer verinnerlicht. Bereits am Vorabend war die Auktion mit dem Züchterabend bestens besucht. Am Schautag füllten sich die Plätze bereits eine halbe Stunde vor der Schau. Stammplätze waren in Gefahr.

Marko Radke richtete an alter Wirkungsstätte vortrefflich drei Nachzuchten (Maserati, Lennard und Shirocco) sowie 12 Schauringe. Im Fortgang der Schau entwickelte sich zwischen den Zuschauern  und dem Preisrichter ein regelrechter Dialog, ohne dass jemals die Gefahr bestand, dass Marko Radke seine Souveränität bzw. Deutungshohheit verlieren könnte. Der Preisrichter flunkerte mit dem dankbaren Publikum vor der Bekanntgabe der Richtergebnisse „diese Klasse bedarf fast keiner Worte“ und würdigte alle an der Schau beteiligten Tiere. Jede Klasse wurde durchgerichtet und vollständig kommentiert. Außerhalb des vorgesehenen Protokolls vergab er eine „Ehrenvolle Erwähnung“ und den Titel „Siegerin der Herzen“.  Diese Interpretation des Richteramtes war beispielgebend.

Bindeglied für die Empathie von Gastgeber, Preisrichter und interessiertem Zuschauer sind die in den Betrieben vorbereiteten Schautiere. Die sehr hohe Qualität wurde mitunter durch spontanen Zwischenapplaus honoriert. Dies unterstreicht die besondere Atmosphäre in Karow.

Die Prämierungsergebnisse (Quelle RinderAllianz) haben wir zum Download  beigefügt.

Zum Schaugeschehen.

In der Kategorie der „Kühe mit einer Kalbung“ wurden alle drei Ringe von Tieren der Familie Augustin mit ihren Baltic Holsteins gewonnen. Den Sieg holte sich die Katalog-Nr. 48 BCH Amy (Lavanguard x Predello) vor der Stallgefährtin BcH Joy (Serino x Jocko Besn). Analog der VOST-Schau in der vergangenen Woche ein Doppelerfolg in dieser Kategorie.

In der zweiten Klasse der „Kühe mit zwei Kalbungen“ gab es ein erstes Wiedersehen. BcH Carmilla (Santo x Douglas x Garter) fügte ihrem Vorjahressieg „Kühe mit einer Kalbung“ nunmehr den Siegertitel bei den „Kühen mit zwei Kalbungen“ hinzu. Knapp geschlagen geben musste sich die hell gezeichnete Lonar-Tochter Lotta (Lonar x Zar) mit der Katalog-Nr. 90 vom Landwirtschaftsbetrieb Grevesmühlen e.G. Die Leistungsdichte dieser Klassen unterstreicht die Vergabe einer „Ehrenvollen Erwähnung“ in der Endauswahl an die Katalog-Nr. 77 Anne (Van Gogh x Emil II) von der Milchhof GbR Krey Springborn.

Ein zweites Wiedersehen gab es in einer Klasse „Kühe mit drei Kalbungen“. Vielen ist sicherlich noch die Gunnar-Tochter Grandiose (Gunnar x NOG Lanugo x Soba) in Erinnerung. Sie holte sich 2012 als Newcomerin in der ersten Laktation den Titel der „Miss Karow“ für die LMH „Am Recknitztal“ Kronskamp e.G aus 18299 Kronskamp. Mittlerweile repräsentiert Grandiose die Stallfarben der ADAP Rinderzucht GmbH, Ahrenshagen und konnte den Reservesieg dieser Kategorie erkämpfen. Aufgrund ihrer weit fortgeschrittenen Laktation stellte sie ihre Qualitäten mit enormer Substanz vor. Zwischen Grandiose und der Siegerin BcH Sahra (Sanfranzo x Ready, Katalog-Nr. 115) lagen acht Laktationsmonate.  

Die letzte Kategorie der „Kühe mit vier und mehr Kalbungen“ wurde von zwei Besonderheiten geprägt. Zum einen wurde in diesen Ringen die spätere „Miss Karow 2015“ vorgestellt und auch der Titel der „Siegerin der Herzen“ wurde in der Endauswahl dieser Kategorien vergeben. Kategoriesiegerin und spätere „Miss Karow“ wurde die Katalog-Nr. 135 MHG Latima von Mertens Holstein Genetic aus Möllendorf. MHG Latima (Howie x Instinct) ist im sachsen-anhaltischen Teil des RinderAllianz Zuchtgebietes beheimatet und steht in der 4. Laktation.  Kerndtway Howie (503942) ist ein Morty-Sohn. Reservesieger wurde BcH Brandy (Raptor x Charm) mit der Katalog-Nr. 127. BcH Brandy war vor Jahresfrist die Siegerin der „Kühe mit drei Kalbungen“.

Von besonderer Freude ist für uns der spontan vergebene Titel „Siegerin der Herzen“. Geehrt wird mit diesem Titel die Kuh Sahara unseres Mitgliedsbetriebes der Rinderzucht Peters KG aus Körchow. Sahara (Stern x Manat) mit der Katalog-Nr. 150 wurde in der 9. Laktation vorgestellt. Die Harmonie dieser Kuh, das hoch angesetzte und über dem Sprunggelenk getragene Euter, gepaart mit einer Lebensleistung von 102.108 kg, waren eine Augenweide und verdeutlichten die Leistungsfähigkeit der Holsteinrasse. Der Vater Stern war im Besitz der RinderAllianz und wurde von Familie Derboven gezüchtet. Sein Pedigreeaufbau (Storm x Sexation x Valerian) lässt in den Zeiten der genomischen Selektion ein wenig Nostalgie aufkommen.

Erfolgreichster Schaubeschicker wurde der Betrieb Augustin aus Neuendorf. Das Wirken dieser wiederkehrend preisgekrönten und engagierten Züchterfamilie haben wir bereits mehrfach hervorgehoben. Bei dieser Schau konnten den unzähligen Preisen der Baltic Holsteins sieben Klassensiege, ein 1b-Preis und drei Siegertitel hinzugefügt werden.

Der ALL-Ehrenpreis für die Kuh mit der höchsten 3-Generationenlebensleistung nach Milchmenge ging von neuem nach Ahrenshagen. Die Preisträgerin des Vorjahres konnte ihre Stellung untermauern. RZA PAULA  EX 90 (Wildman x Freelanze x Emerson) produzierte im vergangenen Jahr 13.187 kg und steigerte ihre 3-Generationen-Lebensleistung auf 234.379 kg. Zusammen mit ihren beiden mütterlichen Vorfahren wurde die Leistung in 16 Laktationen erbracht. Auf der Schau wurde sie in ihrem Ring auf 1c gestellt.

Resümierend bleibt die Vorfreude auf 2016, vor allem aber der herzliche Dank an alle Beteiligten für die sehr gelungene Vorstellung der nordostdeutschen Holsteinzucht und selbstverständlich der Glückwunsch an alle Preisträger. 

 

Fotoeindrücke - 17. Verbandsschau Rind Aktuell in Karow


Excellent-Schau in Ostfriesland – immer eine Reise wert

Einer der ersten herrlichen Frühlingstage lud förmlich zum Besuch der 35. Excellent-Schau in Leer ein, zumal in diesem Jahr die alten Klassen mit einer Lebensleistung von über 80.000 kg  angekündigt waren. So waren wir gespannt, was uns erwarten würde. Wo ist es heutzutage selbstverständlich, Kühe mit acht und mehr Abkalbungen in den Ställen zu haben, geschweige denn sie auf einer Schau zu zeigen? Das Resümee wollen wir vorweg nehmen, das Zuchtgebiet des VOST hat sich weiter als Quelle der Lebensleistungszucht profiliert. Die angefügten Bilder sind der Beweis für die Passion der Milchviehalter und die Qualität der vorgestellten Tiere.

Pünktlich um 9:30 Uhr ging es los mit den Färsenklassen. Preisrichter Armand Braun, Zuchtleiter beim Zuchtverband CONVIS in Luxemburg, richtete zügig und nachvollziehbar.

Obwohl sich in diesem Jahr die Färsenklassen etwas unterschiedlicher als die Mehrkalbskühe zeigten, konnten etliche Färsen richtig begeistern. Am Ende setzte sich die Jerrick-Tochter Elegante von der Hassbargen GbR in Barstede durch und errang den Siegertitel. Reservesiegerin wurde die Time-Tochter Laura, ebenfalls von der Familie Hassbargen. Herzlichen Glückwunsch zum Doppelerfolg.

Die Klassen der Kühe mit zwei Abkalbungen wurden eindeutig von zwei Gabino-Töchtern dominiert, die schon in ihrer Klasse gegeneinander antraten und auch den Sieg unter sich ausmachten. Siegerin der Klassen „Junge Kühe“ wurde die Vorjahressiegerin der Gabino-Nachzucht Heidy von Günter Köhne, Marx. Der Reservesiegertitel ging an ZR Ilka von Thomas Rohdemann, Berumerfehn.

Eine sehr gute Qualität zeigten die mittleren Kuhklassen mit vielen schauerfahrenen Kühen im Ring. Letztlich sollte sich die ausgewogenste und auf den Punkt vorbereitete Charts-Tochter ZR Island von Thomas Rohdemann, Berumerfehn vor der Shottle-Tochter Greta von der Hassbargen GbR, Barstede, durchsetzen.

Bei den alten Kuhklassen war die Qualität “altersbedingt“ differenzierter, aber umso interessanter, denn wo bekommt man so viele alte Kühe auf einer Schau mit diesen Leistungen gezeigt. Besonders beeindruckend war die Präsentation der letzten Kuhklasse mit vier 100.000 l-Kühen. Die höchste Lebensleistung der Schau leistete die 9-kalbige Joker (Jardin-Vollbruder)-Tochter Dosta (Linienzucht D-Familie) von Grünefeld Holsteins, Backemoor mit 120.500 kg! Diese Leistung konnte man ihr beileibe nicht ansehen!

Siegerkuh der alten Klassen wurde die bekannte Starleader-Tochter ViG Grace von Jannes Vienna, Hatzum, vor der Sidney-Tochter Greta von Ihna Deterts, Horenburg.

Beim anschließenden Finale setzte sich auf Grund der besseren Bewegung ZR Island (Charts x Starleader x Amaretto) durch und wurde zur „Miss Ostfriesland“ 2015 gekürt. Den Reservesieg errang ViG Grace (Starleader x Marlo x Leadboy).

Den diesjährigen ALL-Ehrenpreis bekam die 5-kalbige Levin-Tochter Ilke. Maßgeblichen Anteil an der höchsten 3-Generationen-Leistung (280.153 kg) dieser Schau hat ihre bekannte Dauerleistungs-Mutter, die Stardom-Tochter Insine mit 12 Kälbern und einer LL von 158.664 kg. Mit Levin (RZN 134) als Vater können wir sicherlich noch einiges an LL erwarten. Wir wünschen den Besitzern weiterhin viel Glück und Freude mit ihrer Kuh!

Wir beglückwünschen den VOST zu dieser gelungenen Veranstaltung und sind gespannt, welche der vielen guten alten Kühe im nächsten Jahr die höchste 3-Generationen-Leistung aufweisen kann.

 

Fotoeindrücke - 35. Excellent Schau 2015


Schau der Besten 2015

Das Motto der alljährlich am letzten Donnerstag im Februar stattfindenden „Schau der Besten“ setzte in diesem Jahr der Preisrichter. Sinngemäß äußerte Marko Radke: „Die Lust nach mehr, wer zum Mittagsessen geht, hat selber Schuld“ und meinte damit die beeindruckende Qualität der Schaukühe.

Pünktlich um 9:30 Uhr betraten die ersten Färsenklassen den Ring, die in souveräner Weise gerichtet wurden. Am Ende stach Gelinda vom Zuchtbetrieb Derboven, Bunkemühle als würdige Siegerin heraus. Eine typvolle, große, lange mit hervorragendem Fundament ausgestattete Jungkuh, die mit ihrem perfekten Euter alle Augen in ihren Bann zog. Vater ist der italienische Goldwin-Sohn Goldsun und mütterlicherseits geht sie auf Bonus zurück.

Im Anschluss wurden die vier Nachzuchten von den Masterrindbullen Amor- Red, Pioneer, Mulino und Beagle gezeigt. Die Töchter dieser Bullen wussten zu gefallen. Siegerkuh wurde eine Pioneer-Tochter von Wolfgang und Henning Bollhorst aus Wetschen, die unter anderem Züchter des Bullen Ottokar-ALL sind. Glückwunsch unsererseits für diese hell gezeichnete junge Färse.

Weiter ging es im Programm mit den Mehrkalbskühen. Aus den fünf Kuhklassen kristallisierte sich am Ende die Katalognummer 156 Lia vom Milchhof Diera KG heraus. Züchter dieser Kuh ist Heinrich Thoele aus Melle (OHG-Zuchtgebiet). Die zehn aufgestellten Titelanwärterinnen zeigten eine so hohe Qualität, dass kaum ein Zuschauer den Platz verließ. Wer den Richtverlauf verfolgt hatte, ahnte, dass es nur Lia sein konnte. Sehr groß, sehr lang, spätreif, pechschwarz glänzend, einer Grazie gleich bewegte sie ihr glasklares Fundament. Ausgestattet mit einem breiten und sehr hoch aufgehängten Euter siegte sie auf ganzer Linie, auch hier Glückwunsch dem sächsischen Besitzer.

Danach betraten zwei Klassen vier- und mehrkalbige Kühe den Ring. Hier knisterte es vor Spannung, weil die älteren Kühe so ausgelegt waren, wie es das Zuchtziel vorgibt.

In der vorletzten Klasse siegte die Lee-Tochter Nizza von Cord und Wilhelm Hormann (Wilcor-Holsteins) – eine wunderbar tiefrippige, breit ausladende Altkuh mit tadellosem Euter.

Die letzte Klasse des Tages hatte es in sich. Die großen Schaudiven trafen aufeinander. Benzouka und Lady Gaga. Beide Tiere wurden übrigens in Frankreich gezogen. In Bewegung hatte eindeutig Lady Gaga die Nase vorn. Tadelloses Fundament, sehr groß, sehr lang, eine Oberlinie (Topline), die eigentlich nicht gestylt werden muss, weil sie von Natur aus wie gemalt ist. Die Beckenlage ist ideal und ihr Euter ist tadellos hoch aufgehängt, breit, drüsig und herausstechend geformt. Benzouka hatte ihr Nachsehen nur in der Größe und vielleicht etwas Nierendruck, aber die Augen waren immer wieder auf ihr super drüsiges und stark beadertes Euter gelenkt, eine würdige Reservesiegerkuh.

Pünktlich um 15:00 Uhr erhielt Lady Gaga von Marko Radke den verdienten Klaps auf den Hintern, Musik der gleichnamigen Popkünstlerin wurde eingespielt, Disconebel und die Sektdusche umrahmte die Siegerehrung.

Glückwunsch der Zuchtstätte Henrik Wille und Friedrich Köster zu dieser Ausnahmekuh.

Die Lust auf Mehr wird bestimmt bald auf der Agra in Leipzig und der Nationalschau in Oldenburg im Juni fortgeführt.

Der ALL- Ehrenpreis wurde diesmal an die sechskalbige Ramos-Tochter Gerda, Katalog Nummer 216 vergeben. Züchter und Besitzer ist die Wesselink GbR aus Laar (ehemaliges WEU- Zuchtgebiet).Gerda konnte mit ihren beiden mütterlichen Vorfahren in drei Generationen 224.929 kg Milch ermelken. Ihre Minzo-Mutter (PM Magic x Dombinator x Prelude) lebt noch und kann aktuell 105.628 kg Milch als Lebensleistung vorweisen. Ihre Großmutter stammte von Laboe (Laban x Neil x Valerian) ab. Züchter dieses Bullen ist Henning Beinsen aus Immensen. Auch hier steht eine sehr langlebige Kuhfamilie im Hintergrund. Gerda trägt alle Gene in sich, um auch weiterhin gezeigt zu werden. Die ALL wünscht dem Zuchtbetrieb Wesselink weiterhin viel Glück, Gesundheit und Erfolg im Schau- und Zuchtgeschehen.

Unsere Fotoeindrücke haben wir dieses Mal etwas kürzer gefasst und verweisen auf die Facebookseite – auf der wir bereits am Schautag berichtet haben (www.facebook.com/allrind).

 

Fotoeindrücke - Schau der Besten 2015


ALTA Deutschland GmbH und ALL vereinbaren Zusammenarbeit

um zukünftig die Kategorie ALL-International aus einem noch größeren Angebot zu bestücken und die vorhandene Qualität weiter anzuheben. ALTA-Genetic ist der nunmehr fünfte internationale Spermaanbieter aus dessen Angebot die ALL Bullen für die Empfehlung selektiert. Zu früheren Zeitpunkten wurde bereits die Zusammenarbeit mit WWS, CRI, CRV und Semex vereinbart.

Der erste Bulle, welcher in die Empfehlung ALL-International aufgenommen wird, ist der Bulle FARNEAR-TBR ALTA AVALON-ET (889018).

Mit seinem Pedigree Regancrest MAC

x Morningview SHOTTLE Asset EX 91

x Canyon-Breeze FINLEY Aisha VG 88

x Canyon-Breeze EMORY August  EX 92 ( Vollschwester zu ALLEN)

x Canyon-Breeze WISTER Amber EX 93

x Clarney MARK Abigail EX 91

hat der Bulle seine züchterische Heimat in der bewährten und erfolgreichen Canyon Breeze –Familie, einer der besten Adressen hinsichtlich Vererbungssicherheit.

Der EMORY-Sohn Canyon Breeze ALLEN ist Holsteinzüchtern als der Stärkemacher schlechthin bekannt und hat zum Beispiel mit WH Paola EX 93 und ihren Nachfahren ein Paradebeispiel für sichere Exterieurvererbung hinterlassen. Auch die kanadische Zuchtkuh Vieux Saule Allen Dragonfly begründete weltweit eine überragende Familie. 

Die Vollschwester der Mutter von AVALON ist keine geringere als Morningview SHOTTLE Alana EX 92. Die beiden Vollschwestern Asset und Alana sind weltweit sehr erfolgreich von den Besamungstationen als Bullenmütter genutzt worden.

 Für den Einsatz von AVALON sprechen unserer Meinung nach viele Gründe. Neben der Vererbungssicherheit der Familie hat er sich mit bisher 2.419 Töchtern (in 8 Ländern auf 647 Betrieben) seinen Zuchtwert redlich erarbeitet. Dies ist wörtlich zu nehmen, denn mehrere Zuchtwerte lagen bei seinem ersten töchtergeprüften Zuchtwertauftritt unter den nunmehr erreichten Werten. Bei einem mittleren Leistungszuchtwert glänzt AVALON in der Typ- und Eutervererbung, die auf eine sehr korrekte Fundamentvererbung aufbaut. Diese positive Kombination der Merkmalskomplexe ermöglicht den von uns angestrebten gleichzeitigen Zuchtfortschritt bei mehreren Merkmalen - ohne Gefährdung durch andere negative Abweichungen im Linearprofil. Seine Zuchtwertkette der funktionalen Merkmale ist ohne Tadel und dabei erweist sich AVALON als überdurchschnittlicher Befruchter. Wichtig ist, dass der Bulle für die Holsteinpopulation typische Vererbungstendenzen nicht verstärkt. Hervorzuheben sind an dieser Stelle die im neutralen Bereich liegenden Zuchtwerte für die Hinterbeinwinkelung (102), Strichplatzierung hinten (105) und Strichlänge (99). Bei der Beckenbreite ist er mit (114) als Korrekturbulle im positiven Sinne zu beschreiben.

Avalon ist aufgrund seines Pedigreeaufbaus outcross zu Bolton-, Convincer-, Goldwin-, Jocko Besn-, Laudan-, O-Man- und Planet-Blut. Aus diesem Grund kann er bei Beachtung der Verwandtschaft zu Shottle breiten Einsatz in den Herden finden.

Hessens Zukunft 2015 – mit beachtlichen Erfolgen für die ALL-Mitglieder

Die Anreise nach Alsfeld ließ ein gutes Gefühl aufkommen. Der kalte Tagesanbruch ging alsbald in einen klaren und sonnigen Wintertag über und sicherlich wird keiner der zahlreichen Zuschauer sein Kommen bereut haben. Die Hessenhalle füllte sich mit Schaubeginn zügig. Über den ganzen Tag betrachtet können wir von einer sehr gut besuchten Schau berichten. Die hessischen Rinderzüchter stellten die in ihrem Bundesland bestandsprägenden Rassen vor. Gerichtet wurden als Hauptwettbewerbe in 3 Ringen zeitgleich die Rassen Deutsche Holsteins Schwarzbunt und Rotbunt, sowie Deutsches Fleckvieh. Zusätzlich trugen auch die Braunvieh- und Jerseyzüchter ihre Wettbewerbe aus.

Das gleichzeitige Richten in mehreren Ringen sicherte einen zügigen und termingetreuen Richtverlauf. Jedoch gibt es eine zweite Seite der Medaille. Insbesondere für die Holsteinzüchter war es sehr schwer, alle Klassen mit der gleichen Intensität zu verfolgen bzw. auch zu dokumentieren. Als Würdigung der Leistung der Aussteller wäre dies nach den Wochen der Vorbereitung der Tiere für die Teilnehmer wünschenswert. Verschärft wurde die Situation dieses Mal durch die unterschiedliche Richtgeschwindigkeit der beiden Preisrichter Cord Hormann und Heiko Wendell-Andresen. Cord Hormann wusste mit zügigen, als auch klar strukturierten Richtentscheidungen und Kommentaren zu überzeugen. Der unterschiedliche Richtstil sollte im Laufe des Tages noch zu einem Novum führen.

Sage und schreibe sieben der 14  Klassen bei den Deutschen Holsteins-Schwarzbunt wurden von Tieren aus den Ställen von  Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft LebensLinien gewonnen. Noch deutlicher gestaltete sich die Situation bei den Rotbunten Holsteins. Hier konnten vier der fünf Klassen durch die Rotbunten Kühe der Gebrüder Hauck und somit durch Mitglieder der ALL gewonnen werden.

Die Vererbungsstärke von WH Paola (EX 93), einer Legende aus dem Stall von Eckehard Hauck, soll an dieser Stelle unbedingt Erwähnung finden. Ihre Nachfahren (1 Tochter und 3 Enkelinnen) konnten jeweils ihre Klasse gewinnen. BT Peru (SBT – Alchemy x Goldwin) und BT Philine (RBT – Laron P x Talent 2) wurden in der Endauswahl zum jeweiligen „Sieger jung“ in ihrem Farbschlag erkoren. Einen besseren Arbeitsnachweis für Vererbungsstärke im Exterieur gibt es sicherlich nicht.

Im spannenden Schaugeschehen stachen immer wieder einzelne Tiere heraus. Sehr auffällig und auf den Tag genau vorbereitet erwies sich LLH Amber. Diese Velvet-Tochter wurde in Niedersachsen bei Heinz Tangermann gezogen und musste sich in der Endauswahl „Kühe mit drei und mehr Kalbungen“  nur der gleichfalls in der 3. Laktation stehenden Bonair-Tochter RZB Contes von der RZB Uhrig GbR geschlagen geben. Einen 1B-Preis konnte BT Romea gewinnen. Diese Kuh von den Big Time Holsteins, der Familie Hauck, ist eine Enkelin der Holsteinlegende Bootmaker  und hat bereits zum 6. Mal gekalbt. Nikita (Rustler x Red Marker), die Europaschauteilnehmerin 2011, präsentierte sich tadellos in der 6.Laktation und  errang mühelos den Sieg bei den rotbunten Mehrkalbskühen.  

Bei der Endauswahl zum Hessenchampion ergab sich das Novum, dass die geheime Abstimmung der am Wettbewerb beteiligten Richter zu einem Punktepatt führte. Entgegen den Erwartungen stand keine Siegerin fest. In einer anschließenden internen Diskussionsrunde sprachen die Richter letztlich der Katalog-Nr. 52 HLM Noretta (Lauthority x Laurin x Damion) den Champion zu. Ralf Hellmuth aus Haina konnte nach dieser knappen Entscheidung sein Glück über den ersten Championtitel für seinen Stall kaum fassen. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg.

Die Schauresultate entnehmen Sie bitte den von der ZBH bereitgestellten Ergebnistabellen, welche wir hier zum Download beigefügt haben:

Download 1a Tiere (Alle) – Alsfeld 2015

Download Sieger (Alle) – Alsfeld 2015

Insider erinnern sich sicherlich, dass Nikita im vorletzten Jahr mit dem ALL-Ehrenpreis für die Kuh mit der höchsten 3-Generationen-Lebensleistung (Eigen-, Mutter- und Großmutter in Milch kg) ausgezeichnet wurde. In diesem Jahr musste sie der Katalog-Nr. 112 Simone (Allen x Rudolph x Esentation) von der Schweinsberger/Dersch GbR den Vortritt lassen. Die Summierung der Milchleistungen nach 18 Kalbungen über 3 Generationen ergab eine Leistung von 224.737 kg, wobei Simone selbst 74.982 kg in sechs Laktationen beitrug.

Heinrich Schweinsberger, der seit Jahren unseren züchterischen Ansatz durch seine Mitgliedschaft bekundet, konnte alsbald eine zweite Ehrung in Empfang nehmen. Er ist mit seiner GbR Züchter des mit einer Nachzucht vorgestellten Bullen XAPPER. Vorgestellt wurden 7 Töchter des Xacobeo-Sohnes aus einer VG 86 Goldwin-Tochter. Aus dieser Familie wurde mit der Katalog-Nr. 16 bei der Genetikauktion ein Loren-Jungrind für 6.800,- € versteigert.

Insgesamt wechselten 37 Tiere mit einem Durchschnittspreis von 4.905,41 €  den Besitzer. Topseller war die Katalog-Nr. 33 Christ Holsteins Stacy, RZG 162, mit einem Zuschlagspreis von 21.000,- €. Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass bei zwei Katalognummern der jüngsten Auktionstiere die in der Praxis erwartete und von der Wissenschaft geforderte  Jugendentwicklung nicht so richtig vorlag. Die Vorstellung solcher Tiere heizt die Diskussion um eine Rinderzucht nach dem Motto „schneller, höher, weiter“ unserer Meinung nach unnötig an.

Hessens Zukunft war eine Reise wert! Wir gratulieren unserem Kooperationspartner zu dieser Veranstaltung und aufgrund der vielen Erfolge der ALL-Mitglieder für ihren Zuchtverband ist eine  Wiederholung im Jahr 2016 gerne erwünscht.         

PS: Eindrücke wie immer im Schaubilderbuch.


HAFNAR wird ALL-LOGO-Bulle

HAFNAR (333095) wurde ursprünglich im GENOMIC-Programm der WEU selektiert und ist einer der wenigen aktiven HAYDEN-Söhne. Seine väterlichen Halbbrüder aus Deutschland können seine Zuchtwertkette nicht überbieten, sodass wir in  HAFNAR das Komplettangebot sehen.  Seine Qualität lässt sich leicht überprüfen. In den Jahrgängen 2007-2010 lässt sich bei den töchtergeprüften Vererbern in Deutschland kein weiterer Bulle finden, der einen RZG > 124 mit einer Fundamentnote > 124 und einer Euternote > 118 bei einem Basis-Niveau im RZN und RZS von >112 kombiniert. Dies lässt erwarten, dass seine Töchter im normalen Produktionsalltag problemlos funktionieren. Neben der Exterieurverbesserung in den wirtschaftlich wichtigen Merkmalen, ist er auch für eine Erhöhung der Milchleistung bei fast neutralen Inhaltstoffen bestens geeignet. Zudem besteht mit HAFNAR eine Option die Strichlängen zu verbessern. HAFNAR’s Befruchtungsfähigkeit wird von der MAR als besonders gut beworben (+3%).   

Seine Väterfolge Hayden x VG 86 Laudan x VG 86 Jurmel x VG 88 Ronald x VG 85 Fatal x VG 89 Celsius führt zur Stammkuh der Familie – Barnkamper Marilyn. Diese Bullenmutter stellt den Anschluss an ein tiefes  Holstein-Pedigree her. Marliyn wurde als Embryo nach Holland importiert. Ihre Abstammung lautet VG 89 Mascot x VG 85 Rotate x EX 91 Bova x VG 89 Bell x EX 93 Valerian x EX 92 Elevation. Marilyns bekanntester Sohn -De Crob Bingo -  entstammt aus der Anpaarung mit Lucky Leo.

HAFNAR stammt aus einem Embryotransfer und hat einen individuellen Inzuchtkoeffizienten von 5,31%. Er ist unserer Meinung nach Outcross zu vielen bekannten und breit eingesetzten Bullenvätern. Dies trifft insbesondere auf BOLTON; BW MARSHALL; CONVINCER; DURHAM; GIBOR; GOLDWIN; JOCKO BESN; PLANET;  RAMOS und STORM zu.

Aufgrund der Wahrscheinlichkeit von 17 % herkunftsgleiche Gene wie bei Shottle zu erhalten, ist HAFNAR nicht Outcross zu Shottle.

Die Entwicklung ausgewählter Zuchtwerte haben wir für Sie zusammengefasst. 

333095 HAFNAR

RZG

RZM

RZE

RZN

RZS

Fu

Eu

ZW 08 /2011

0

137

125

120

119

116

121

116

ZW 08 /2012

0

136

122

125

119

115

125

120

ZW 08 /2013

0

131

119

123

119

114

122

119

ZW 04 /2014

0

129

117

120

119

114

119

117

ZW 08 /2014

90

128

114

123

119

118

119

119

ZW 12 / 2014

171

129

116

123

117

117

126

119

 

HAFNAR konnte seinen ersten genomischen Zuchtwert - nunmehr töchtergeprüft -  unter Beachtung der  Basisabschreibungen reproduzieren bzw. verbessern. Wir gratulieren der Besitzorganisation, der Masterrind GmbH, zu diesem Bullen und hoffen auf breiten Einsatz in den Produktionsherden. Wir sind sicher, dass HAFNAR gute Arbeit leisten wird.

PS: HAFNAR ist der einzige neue töchtergeprüfte ALL-Logo-Bulle nach der Zuchtwertschätzung 12/2014.

Beitragseinzug

Die Umstellung auf das SEPA-Lastschriftverfahren ist erfolgt. Wir haben  in dieser Woche den Einzug der Mitgliedsbeiträge für das Kalenderjahr 2014 veranlasst. Unsere ausländischen Mitglieder erhalten wie bisher eine Rechnung auf dem Postweg.

Nachkommen aus der MEGGILEE-Familie sorgen weiter für Aufmerksamkeit – dieses Mal in Holland

RH Meggilee 78236019

Konkret ist es DONATELLI (926895) von der Masterrind GmbH, der Bestandteil des aktuellen Angebotes ist (Bullenblatt zum Download).

Der Halbbruder des ALL-LOGO-Bullen EDWAY sorgte bei der letzten Zuchtwertschätzung in Holland wieder für große Aufmerksamkeit. Mit seinen 3.- Kalbstöchtern konnte er einen weiteren Anstieg in der Milchleistung nachweisen. Die Zuchtwertentwicklung im Milchzuchtwert lautet:

  • Basis Färsenleistung      - 93 kg,
  • Basis 2- Kalbskühe       + 793 kg und nunmehr
  • Basis 3- Kalbskühe    + 1.183 kg

Dies sichert ihm in Holland einen unglaublich hohen Zuchtwert für Spätreife (113).  Der Gesamtzuchtwert Milch basiert in Holland zu 40 % auf der Färsenleistung und zu je 30 % auf der 2. und 3. Laktation. Dieser liegt jetzt + 533 kg im Vergleich zu Deutschland (+471 kg). Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt. DONATELLI’s Stärken, sind sicherlich in der Fundament- und Eutervererbung zu finden. Er wird insbesondere an JERUDO- und KIAN- Blutlinien angepaart.

Ein weiterer Spross ist mit RH ANYWAY unterwegs. Er ist das Resultat der Kombination der beiden besten Kuhfamilien von Antonius Richter, dem Meggilee- und dem Gloria-Stamm. Die Besucher des ALL-Züchtertages 2013 werden sich an ihn erinnern. Interessierten empfehlen wir in den ALL-Mitteilungen 02/2013 auf den Seiten 6-10 über die Heimat dieser beiden Bullen und die Kuhfamilien nachzulesen (Download ALL-Mitteilungen 02/2013)

„Nutzungsdauer und Lebensleistung“ war das Leitthema zum Milchrindtag

Der bestens besuchten Veranstaltung unseres Partners, der RBB GmbH, folgten ca. 160 aufmerksame Zuhörer.

Der Geschäftsführer der RBB GmbH, Bernd Adler, berichtete über die Ergebnisse der Zuchtverbandsbetriebe unter besonderer Betonung der gesteigerten Lebensleistung und Nutzungsdauer. Die knapp 114.000 HB-Kühe hatten im Kontrolljahr 2013/14 eine Lebensleistung von 26.832 kg bei 14,5 Mkg je Lebenstag und 34,3 Monaten produktiver ND erreicht.

Sabine Mühlbach, seit 1999 Geschäftsführerin der Seydaland Rinderzucht GmbH und Co KG (ALL-Mitgliedsbetrieb) referierte mit viel Temperament und stellte Ihr Unternehmen vor. Dieser sicher erfolgreichste Zuchtbetrieb des RZB mit einem Bestand von 2.400 Milchkühen an drei Standorten (1.190, 890 und 320 Kühe), 2.200 Jungrindern und 8.400 ha LN widmet sich seit vielen Jahren ganz gezielt der Zuchtarbeit und erreichte im vergangenen Geschäftsjahr eine Jahresleistung von 10.866 Mkg, 3,98% Fett, 3,37% Eiweiß und 799 FEkg bei einem EKA von 25,2 Monaten. Die 686 abgegangenen Kühe übertrafen mit im Schnitt 34.383 Mkg Lebensleistung, 18,3 Mkg/Lebenstag und 36,5 Monaten produktiver ND deutlich den Zuchtverbandsdurchschnitt.

Welche Mühen es täglich kostet, dahin und natürlich auch zukünftig darüber hinaus zu kommen, welche Rückschläge und Irrtümer es auf dem Wege gab, schilderte Sabine mit sympathischer Offenheit. Schwerpunkte sind natürlich das Haltungsmanagement, d.h. „Luft-Licht-Wasser-Platzbedarf“, die intensive Kälber- und Jungrinderaufzucht, ein vorbildliches Betreuungs- und Fruchtbarkeitsmanagement u.v.m. Großer Wert wird auf eine gute Lehrlingsausbildung, den optimalen Einsatz der Mitarbeiter, den Umgang mit und die ständige Qualifizierung des Personals gelegt. Jeder Mitarbeiter und auch die Lehrlinge im Stall sind in der Tierbeobachtung, der Tierbewertung und Herdenanalyse geschult.

Seydaland arbeitet intensiv im Brandenburger Testherdenprogramm mit und erfasst somit besonders viele Gesundheitsdaten. Es wurden viele männliche und weibliche Kälber genomisch typisiert, zu 40% bei den besten Färsen gesextes Sperma eingesetzt und jedes Tier ganz gezielt angepaart. Da der Zuchtviehverkauf ein wesentlicher Faktor ist, werden natürlich hauptsächlich beste junge Bullen eingesetzt. Ziel sind gut entwickelte Kühe mit bestem Exterieur, die bei hoher Leistung alt werden können. Dass der Betrieb mit seinen vielen Siegerkühen seit Jahren ganz klar die Verbandsschau „Blickpunkt Rind“ dominiert und auch schon in Oldenburg erfolgreich war, zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Dr. Stefan Rensing vom VIT Verden beleuchtete schließlich die Perspektiven von ND und LL in der deutschen Holsteinzucht und bekannte sich eindeutig zur Genomischen Selektion als dem optimalen Weg, um in Brandenburg im Jahre 2020 die angestrebten 30.000 Mkg LL bei den gemerzten Kühen zu erreichen. Er rechnete vor, dass daran nach seiner Meinung die verbesserte ND mehr Anteil als die Milchleistungssteigerung haben wird bzw. der effektivere Weg dahin sein könnte.

„Nutzungsdauer & Lebensleistung“ lautet das Motto des diesjährigen „Tag des Milchrindhalters“

07. Januar 2015 – „Tag des Milchrindhalters“ in Götz

Diese traditionelle Veranstaltung richtet unser Kooperationspartner, die  RBB GmbH, gemeinsam mit dem Landeskontrollverband Brandenburg eV aus. Neben aktuellen Themen der Brandenburger Milchviehhalter sind für uns zwei Vorträge von besonderem Interesse.

Sabine Mühlbach, Geschäftsführerin unseres größten Mitgliedsbetriebes, der Seydaland RZ GmbH & Co KG, wird über die erfolgreiche Rinderzucht in Seyda  vortragen.

Zur Information: Der Betrieb wird bei 2.391 Kühen  mit einer Jahresleistung von 10.866 Mkg; 3,98 % Fett, 3,37 % Eiweiß, einer Zwischenkalbezeit von 408 Tagen, einer  Lebensleistung der gemerzten Kühe von 34.383 kg geführt.   Die Lebensleistung der Abgangskühe liegt damit fast 30% über dem Durchschnitt der Herdbuchkühe des Landes Brandenburg.   

Außerordentliches  Interesse sollte auch der Vortrag von Dr. Stefan Rensing (VIT) finden. Er wird über die „Perspektiven der Nutzungsdauer und Lebensleistung in der deutschen Holsteinzucht“ referieren.

Die Einladung und das vollständige Programm haben wir zum download beigefügt. Wir wünschen dem Veranstalter gutes Gelingen und den Zuhörern interessante Vorträge.

Einladung Götz 2015

Athene-Familie: Rekordlebensleistungen für Milch und Fruchtbarkeit

Unser Mitglied Uwe Allers engagiert sich neben der Lebensleistungszucht der Holsteins auch für die Erhaltung des „Deutschen Schwarzbunten Niederungsrindes“ und sandte uns diese Nachricht über die Athene-Familie als älteste DSN-Kuhfamilie Deutschlands. Für uns ist diese beeindruckende Leistung von besonderem Interesse, da die 3-Generationen-Lebensleistung das Auswahlkriterium für die Vergabe des ALL-Ehrenpreises auf den Verbandsschauen ist.

„Die Athene-Familie hält nach wie vor den Weltrekord für Lebensleistung Milch in drei Generationen (Generationsfolge Athene – Athene II – Alette).  Mindestens genauso beindruckend ist die Tatsache, dass die Familie auch den Fruchtbarkeitsweltrekord (ohne Embryotransfer!) hält: die drei genannten Kühe brachten insgesamt 50 lebende Kälber zur Welt!

Höchste Familienlebensleistung weltweit:

Name

Anzahl Kalbungen

Anzahl Kälber

Lebensleistung Milch

Athene 7107046

19

20

178.651 kg

Athene II 5007050

12

13

128.262 kg

Alette 20353309

15

17

107.288 kg

Gesamt:

 

50

414.565 kg

 

Dass die hohe Fruchtbarkeit in der Familie genetisch fest verankert ist, wird dadurch unterstrichen, dass Athene`s mütterliche Halbschwester Asta (v. Atlok) 16 Kälber zur Welt brachte.  Auch die Besamungsbullen aus dieser Familie erreichen sehr hohe Werte im RZR. Von den 50 geborenen Kälbern wurden 23 Bullen gekört, davon 10 Bullen die bundesweit im Besamungseinsatz waren. Von diesen zahlreichen Bullen soll hier besonders der Alette-Sohn Arko herausgestellt werden. Als Alf-Sohn ist er das Produkt eine Bruder-Schwester-Paarung. Da er auf diese Weise doppelt aus der Athene-Familie stammt, erreichen seine weiblichen Vorfahren im 3-Generationen-Pedigree (Mutter, Großmütter und Urgroßmütter) die unglaubliche Lebensleistung von 902.014 kg Milch und 109 Kälbern!“

(erschienen im VOST Stammviehzüchter-Magazin 12/2014)


ALL Mitteilungen auf dem Postweg und zum Download

Im züchterischen Mittelpunkt steht dieses Mal die Vorstellung des Betriebs der Familie Derboven aus Warpe. Gleichfalls soll der Ursprung ungewöhnlicher Dauerleistungskühe aus Hessen und Brandenburg unter die Lupe genommen werden. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Vorstellung des Tierfotografen Rainer Schuhmann aus Dresden. Die Gedanken dieses ungewöhnlichen Routiniers - im besten Sinne - sind sicherlich bedenkenswert.

Die neue ALL-Mitteilung haben wir für Sie zum Download bereitgestellt. (Hier klicken)

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, hoffen für Sie und Ihre Familien auf friedvolle, besinnliche und geruhsame Weihnachtsfeiertage. Für das Jahr 2015 wünschen wir bestes Gelingen Ihrer Anliegen, Erfüllung ihrer Wünsche, Gesundheit und weiterhin Spaß bei der Rinderzucht. 

ROMA macht weiter

Die hessische Diva mit dem „eigenen Kopf“ aus dem Stall von Familie Dicke in Volkmarsen (ZBH) lässt per 02.12.2014 eine Lebensleistung von  191.279 M-kg und 13.081  FE- kg auf ihr Konto schreiben. Ihre aktuellen Kontrolldaten lauten:

 32,1 M-kg; 4,01 F% und 3,18 E-%.

Das ergibt eine unfassbare Leistung von 30,7 kg Milch je Lebenstag. Bleibt im Moment nur eine Frage: Quo vadis Roma?  Wir werden es verfolgen.

Roma ist das Covergirl der neuen ALL-Mitteilung die gestern in den Druck gegangen ist.

Zuchtwertschätzung zum Jahresausklang mit Überraschungen

...wobei sich positive als auch bedenkenswerte Beobachtungen die Waage halten. Vorab ist anzumerken, dass durch das VIT  das lange Zeit unveränderte Schätzmodell für die Exterieurmerkmale auf den Prüfstand gestellt wurde. Dabei wurden die genetischen Parameter neu geschätzt, wobei sich die „Veränderungen in engen Grenzen bewegen“. Anpassungen gab es insbesondere bei der Strichplatzierung hinten, der Eutertiefe und der Strichlänge. Zusammenfassend kommentierte das VIT „ Für einzelne wenige Bullen können die Veränderungen in der Summe bis zu > +/- 5 Punkten im RZE führen. Insgesamt gibt es kaum systematische Veränderungen. In der Tendenz werden die jüngsten töchtergeprüften und vor allem genomische Bullen im Exterieur jetzt leicht höher eingeschätzt“.

Zu unserer Kollektion. Überdenkenswert ist für uns die Entwicklung bei JERUDO und LONAR und hier hinterlässt die letzte Zuchtwertschätzung Fragen. Konkret geht es um die Entwicklung im Zuchtwert Strichlänge bei JERUDO. Obwohl bereits 3.467 Töchter im Exterieur bewertet waren verursachten 570 weitere Exterieurbewertungen in den vergangenen 4 Monaten eine Zuchtwertveränderung für das Merkmal Strichlänge von 73 auf 69.  Gleichzeitig musste JERUDO einen Abschlag im RZN von 6 Punkten auf 110 hinnehmen. Noch härter traf es LONAR. Dieser langjährig von uns empfohlene Bulle steigerte seine Töchterzahl um weitere 2.867 Tiere auf nunmehr 15.389. Alle seine Zuchtwertveränderungen seit August 2014 sind unauffällig bis auf den Zuchtwertverfall im RZN.  Dieses Merkmal wurde seit 08/2011 konstant über 126  geschätzt. Kontinuierliche Töchterzuwächse aus dem Wiedereinsatz gibt es seit April 2013 und im August 2014 wurde er bei 12.522 Töchtern im RZN mit 130 (Sicherheit 87%) geschätzt. Nunmehr ein Absturz um unglaubliche 20 RZN-Punkte auf 110 (Sicherheit 94%). Eine Interpretation fällt uns an dieser Stelle sehr schwer. Über beide Bullen werden wir im Moment nicht richten, sondern ihre Entwicklung bis zum Sommer abwarten, denn Veränderungen dieser Art bei so hohen Töchterzahlen sind einfach unerwartet und nicht zu erklären. Die Rubrik bedenkenswert wollen wir mit einem Hinweis auf die Veränderung der Fundamentzuchtwerte abschließen. Auch hier gibt es eine Menge Bewegung, die möglicherweise durch die Eingangs beschriebene Anpassung der Exterieurzuchtwertschätzung unterstützt wird (BAXTINO +5, EDWAY +3, JERICHO +4, MEGALL +7, STABY +5, PRINCE +7, GUNNAR -9, LENNOX -8). Ein zweiter Blick hinter die Kulissen lohnt an dieser Stelle.

Die genauen Veränderungen der Zuchtwerte entnehmen Sie bitte der beigefügten Zuchtwertabweichungsanalyse. Besonders erfreulich war für uns die Entwicklung von JERICHO, MEGALL und STABY alle aus dem Haus der RUW. Auch EDWAY (RSH) und JENTIN (RA) wussten mit ihrer Zuchtwertstabilität zu überzeugen. Der „wahre König“ ist MOWAMBO von der Masterrind. In seiner Zuchtwertentwicklung mit nunmehr 1.655 Töchtern absolut stabil, kann er sich bei den Merkmalen (Töchterzahl, RZG, RZN, RZS und RZR) jeweils unter den TOP-5 unserer nachkommengeprüften ALL-LOGO-Bullen platzieren.

Unsere langjährige Empfehlung MOSCOW hat mit seinem Sohn einen würdigen Nachfolger gefunden. In seinem Vererbungsprofil finden sich viele Vorzüge seines Vaters wie – hohe Milchmengenvererbung, beste funktionale Zuchtwerte (RZS 123; RZN 120 und RZR 128) und eine stark abfallende Beckenneigung. Bei der Anpaarung sollte auf die Inhaltsstoffvererbung geachtet werden.  Seine Goldwin-Mutter Dini 29 VG 87 schloss die 4. Laktation gerade ab.  Seine Großmutter Dini 16 VG 87 kann auf 9 Laktationen verweisen. Beide sind bewährte Vertreterinnen einer tiefen holländischen Kuhfamilie. MOWAMBO stammt nicht aus Embryotransfer. Bei einer Nachzuchttour wurden 12 seiner Töchter wie folgt beschrieben:

 „ zeigten sich sehr einheitlich, im mittleren Rahmen und imponierten durch hoch und fest aufgehängte Euter. Sie bewegten sich auf trockenen und korrekt gestellten Fundamenten“.

MOWAMBO hat einen sehr niedrigen individuellen Inzuchtkoeffizienten von 2,81 %. Ein Blutanschluss an GOLDWIN und BW MARSHALL ist zu meiden. Seine Verwandtschaft zu BOLTON, GIBOR; LAUDAN, JOCKO BESN; MTOTO; O-MAN; OUTSIDE; PLANET und RAMOS ist als outcross zu beschreiben.

Die Entwicklung ausgewählter Zuchtwerte haben wir wieder für Sie zusammengefasst.

472462 MOWAMBO

RZG

RZM

RZE

RZN

RZS

Fu

Eu

ZW 08 / 2010

0

142

119

129

129

125

122

123

ZW 08 / 2011

0

139

118

128

129

124

122

121

ZW 08 / 2012

0

136

115

124

125

126

120

119

ZW 08 / 2013

0

131

113

120

122

123

116

117

ZW 04 / 2014

576

131

115

110

120

119

100

119

ZW 08 / 2014

1.148

130

112

111

121

123

100

118

ZW 12 / 2014

1.655

132

114

111

120

123

101

121

 

Bei den GENOMIC’s mit ALL-LOGO wollen wir stichpunktartig  auf einige Besonderheiten hinweisen:

  • BELGRAD – Mutter Limba hat die 4. Laktation abgeschlossen
  • CAPONE – sein Fundamentzuchtwert ist auf 145 (+8) gestiegen
  • DETROIT – die ersten 27 Töchter in Milch sorgen für einen Anstieg im  ZW RZG (+7 ) auf 127
  • EMALO – der Outcrossvererber – steht am Übergang zum töchtergeprüften ZW, 103 Töchter im Leistungszuchtwert, der RZM fiel (-8) auf 113
  • PIEDRO – der erste Töchterzugang lässt in der nächsten ZW-Schätzung größere Zugänge erwarten, sein Fundamentzuchtwert stieg auf  142, Vater PRINCE  kann bei 12.821 Töchtern mit 135 (+7) in diesem Merkmal glänzen
  • TARGET -  Mutter Warsi 55 hat die  3. Laktation abgeschlossen und der Fundament-ZW stieg um (+6) auf 129

Abschließend wollen wir noch einen Blick auf die Bullen der Kategorie International werfen. Das VIT schrieb in seinem Kommentar „International viele Veränderungen“. Dies bezog sich auf Anpassungen in der Zuchtwertberechnung. Für unsere Empfehlung würden wir ergänzen „zum  besseren bei hoher Stabilität“.  Lediglich die Abschläge im RZR bei IMPRESSION (-5) auf 107 und SUDAN (-11) auf 93 sollen an dieser Stelle besondere Erwähnung finden.  

Mit MASSEY möchten wir auf einen Neueinsteiger in unserer Kategorie ALL-International hinweisen.  Er ist aufgrund seines Pedigreeaufbaus outcross zu BW MARSHALL, BOLTON, DURHAM, GOLDWIN, JOCKO BESN und PLANET. Sein Vater MASCOL hinterließ  bisher 40.674 Töchter, hat aktuell einen RZG von 134 und einen Euterzuchtwert von 96. MASSEY  dreht den Spieß um und kann mit einem Euterzuchtwert von 121 glänzen. Sein beinahe makelloses Linear (Hinterbeinstellung und Beckenneigung sind zu beachten), gepaart mit einem guten Paket an funktionalen Zuchtwerten lässt ihn bei seiner  Abstammung (Mascol x Bret II x Manfred) als eine interessante genetische Alternative erscheinen. Unterstrichen wird dies durch den Titel „Holstein International Outcrossbulle 2012“. MASSEY platziert sich auch in der US-Topliste weit vorn, wobei ihm sicherlich seine positive Eiweißvererbung sehr behilflich ist.

Änderungs- und Handlungsbedarf aus dieser Zuchtwertschätzung werden die Mitglieder des Zuchtbeirates Anfang Januar besprechen. 

Hinweis zur Webseite

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: die Aktualisierung der Zuchtwerte / Zuchtwertschätzung erfolgt am 10. Dezember. 

Das ALL Team wünscht vorab einen schönen Nikolaustag.

ROMA hält den deutschen Rekord in der Lebensleistung

Mit Ablauf des Kontrolljahres am 30.09.2014 hält die Cash-Tochter ROMA (geb. 31.10.1997) von Familie Dicke in Volkmarsen (ZBH) mit 189.373 kg Milch den deutschen Rekord in der Milchmengen-Lebensleistung. Vor allem denkt Roma nicht an den Ruhestand. Am 31.10.2014 wurden 190.309 kg Milch bei einem aktuellen Tagesgemelk von 33,7 kg registriert.

Spricht man mit den Besitzern Martin und Clemens Dicke über ROMA, so fallen Bemerkungen wie: „Sie hatte immer ihren eigenen Kopf“ (das führte dazu, dass sie auf keiner Schau gezeigt werden konnte), „Sie war von Anfang an Chef im Ring“; „Ihre Stärke und Substanz haben ihr geholfen, jede Stresssituation zu überstehen“ .

Neben ein wenig Glück braucht man für einen solchen Rekord aber auch ein „Händchen für Kühe“, wie es bei Familie Dicke zweifellos vorhanden ist. Seit Jahren werden Herdenjahresleistungen jenseits der 11.000 kg realisiert; zudem wird über Zuchtviehverkäufe ein nennenswertes Zusatzeinkommen erzielt.                                                        

Alle Freunde langlebiger Milchkühe gratulieren zu diesem außergewöhnlichen Rekord und wünschen den Besitzern noch weitere „Sternstunden“ mit ROMA.

PS: Die Familie von ROMA stellen wir im nächsten Mitteilungsblatt vor.

Titelverteidigung bei Jubiläumsschau Blickpunkt Rind

Am vergangenen Donnerstag fand in Paaren die 20. „Blickpunkt Rind“ statt. Aus unvorhersehbaren organisatorischen Gründen konnten wir am Schautag  nicht vollzählig vor Ort sein. In Fachkreisen wurde die Schau sehr gelobt und aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, Sie am Schaugeschehen mit dem Bericht des Ausrichters, der RBB GmbH, teilhaben zu lassen. Autorin des nachfolgenden Beitrages ist Saskia Meier. Für die Überlassung danken wir der Frau Meier herzlich.

Blickpunkt Rind 2014 - Die Jubiläumsschau mit einem grandiosen Sieg für die alte und neue Miss Blickpunkt Rind

Nie zuvor konnte eine Schaukuh zweimal den Titel „Miss Blickpunkt Rind“ mit nach Hause tragen. Die Goldwin-Tochter „Princess“ ging als Titelverteidigerin in den Ring und stellte sich in ihrer Klasse an die Spitze. Sie dominierte in ihrem Feld so stark, dass kein Weg an ihr als „Siegerkuh mittel“ vorbeiführte. Preisrichter Klaus-Dieter Augustin aus Kemnitz streifte lange zwischen den beeindruckenden Siegerkühen entlang, kam aber immer wieder zu „Princess“ zurück und kürte die in der zweiten Laktation mit EX 90 eingestufte Ausnahme-Kuh zur „Miss Blickpunkt Rind 2014“. Was für ein Erfolg für die Seydaland Rinderzucht GmbH & Co. KG, die nach 20 Jahren „Blickpunkt Rind“ diesen bisher einmaligen Doppelsieg mit der auf dem Grüpa-Hof gezogenen Zweitkalbskuh einfuhren.

Das Schaugeschehen

Über 80 Schaukühe fanden an diesem Tag den Weg in die Brandenburghalle in Paaren. In drei großen Klassen ermittelte der Preisrichter die Siegerkühe in der ersten Laktation. Sichtlich beeindruckt von der in allen Klassen durchgängig hohen Euterqualität ließ er „SL La Rouge“ aufgrund ihrer hervorragenden Fundamente, auf denen sie sich in tadelloser Manier durch den Ring bewegte, den 1a-Platz belegen. Die Lawn Boy-Tochter aus der Seydaland Rinderzucht GmbH & Co. KG konnte schon im vergangenen Jahr als bestes Typtier im Jungzüchterwettbewerb mit ihrem Exterieur überzeugen. Die typstarke und mit einem hervorragenden Hintereuter ausgestattete „Fux Shiva“, im Gemeinschaftsbesitz der ADAP Rinderzucht GmbH Ahrenshagen und der Agrar GmbH Fehrbellin, sicherte sich schlussendlich den 1a-Platz. Die Agrargenossenschaft Frankena fuhr mit „Black Lady“, einer Beacon-Tochter, die Klaus-Dieter Augustin als komplette, ausbalancierte Kuh beschrieb, den nächsten Klassensieg ein. ein großer Kontrast, hinsichtlich der Qualität aber ganz nah beieinander, sicherte sich die hell gezeichnete Gold Chip-Tochter „Fux Shiva“ den Titel „Siegerkuh jung“ vor der Reservesiegerin „Black Lady“.

Das große Feld der Kühe in der zweiten und dritten Laktation teilte sich in fünf Klassen auf. Gar nicht mehr aus dem Schwärmen kam der Preisrichter bei der Kommentierung der Klassensiegerin „Xanten“ (Xacobeo x Jefferson), die sowohl mit ihrem drüsigen Euter, der Korrektheit des Beckens mit einer optimalen Umdreherposition und deutlichen Vorzügen in der Funktionalität punkten konnte und damit das züchterische Geschick ihrer Zuchtstätte Dörries GbR verkörperte. „Jaine“ (Janosch x Laudan) aus der Agrargenossenschaft Hohennauen eG überzeugte mit ihren harmonischen Übergängen als Komplettpaket und führte die nächste Klasse an. In der dritten Laktation zeigte „Rita“, dass auch kleinere Kühe bei einer Schau ganz vorne laufen können. Die Rolex II-Tochter aus dem Fehrower Agrarbetrieb überzeugte mit einer unglaublichen Korrektheit und einem perfekten Vordereuter. Die rotbunte „Caramba“ aus der Dörries GbR wusste mit einem fantastischen Euter zu glänzen und rangierte damit auf 1a. Die letzte Klasse der Zweitkalbskühe hatte es, was Qualität anging, absolut in sich. Nur vor der späteren „Miss Blickpunkt Rind“ und der „Siegerkuh mittel“ musste sich die Eleve-Tochter „Sunflower“ von Fred Ziem, Buckow, geschlagen geben. Sie wurde Reservesiegerin der mittleren Kuhklassen und von Klaus-Dieter Augustin als „absolute Qualitätskuh“ bezeichnet. Was für ein Lob für die züchterische Arbeit dieses Betriebes!

Die älteren Kühe starteten mit einer Klasse Viertkalbskühe. Die ausdrucksstarke, mit sehr viel Typ ausgestatte „SL Wiebke“ (Eminem x Jefferson) sicherte sich den Klassensieg. Es folgte eine Klasse Dauerleistungskühe, die jeweils eine Lebensleistung von über 50.000 kg Milch vorweisen konnten. Ausgestattet mit einem Euter, dem man die erbrachten 65.000 Mkg nicht ansehen konnte, sowie einem funktionalen, breiten Becken, stand „SL Lausina 3“ aus Seyda an der Spitze dieser Klasse gefolgt von der Ramos-Tochter „Soso“ aus dem Fehrower Agrarbetrieb, die hier in der siebten Laktation eine unheimliche Frische ausstrahlte. Gekrönt wurde diese Vorstellung von den nachfolgenden 100.000 Liter-Kühen. Die Ticket-Tochter „Tina“ aus der LSV Landwirtschafts GmbH Vehlefanz überzeugte mit einer solchen Frische und Eleganz in der achten Laktation, dass der Klassensieg an sie ging. Die mit viel Typ und Stärke ausgestattete Finley-Tochter „SL Ordnung“ aus Seyda platzierte sich auf 1b. „Rebecca“ (Ramos x Cranford) aus der Agrar GmbH Manker folgte dahinter und erhielt für ihre 3-Generationen-Leistung (über 246.000 Mkg) den ALL-Preis verliehen. Großen Beifall erhielt auch „Carola“ (Cranford x Cook), vorgeführt Kai Buchwald aus Manker, der stolz den LKV-Preis für die höchste Leistung entgegen nahm. Carola ist unter allen lebenden Kühen des RZB eG die Kuh mit der höchsten Lebensleistung (über 149.000 Mkg!) und präsentiert sich selbst in der neunten Laktation noch im Schauring. Nach diesen ganz besonderen Ehrungen stand die Wahl zur Siegerkuh alt an. Der Titel ging an Duplex-Tochter „SL Lausina 3“ aus der Seydaland Rinderzucht GmbH & Co. KG. Die LSV Landwirtschafts GmbH freute sich mit ihrer 100.000 Liter-Kuh „Tina“ über den Reservesieg.

Die Nachzuchten

Es wurden Jungrinder des genomischen Jungbullen „Banesto“ und Nachzuchtgruppen der töchtergeprüften Vererber Guarini, Lonar und Samburu gezeigt.

Die sechs Banesto-Jungrinder ließen bereits erkennen, dass ihr Vater einer der höchsten Bookem-Söhne für Exterieur ist (gRZE 133).

Es wurde eine Töchtergruppe aus dem Wiedereinsatz von Guarini gezeigt. Die acht Jungkühe in der ersten Laktation, die sich hervorragend in der Bewegung präsentierten, bewiesen die korrekte Vererbung der Fundamente. An den überragenden Eutern führte kein Zuschauer-Blick vorbei. Als klare Klassensiegerin ging „Gina“ aus der Agrar GmbH Manker hervor. Die Guarini-Tochter wurde in der Endauswahl Reservesiegerin der Nachzuchten.

Immer wieder eine Augenweide sind die Töchterkollektionen des RBB-Vererbers „Lonar“. Die gezeigten Töchter aus dem Wiedereinsatz befanden sich in der zweiten Laktation und verdeutlichten das Entwicklungspotential, das in Lonar-Nachkommen steckt. Alle Kühe bewegten sich auf sauberen Fundamenten. An der 1a-platzierten „Libera“ (AG Krahne eG) lobte der Preisrichter das breite, hoch aufgehängte Hintereuter kombiniert mit einer ausbalancierten Gesamterscheinung.

Das ideale Vererbungsmuster von „Samburu“ kam in seiner sechsköpfigen Nachzuchtgruppe hervorragend zum Ausdruck.  Nicht umsonst war Samburu 2011 der meistgenutzte schwarzbunte Holsteinbulle in Deutschland. Als Allrounder, der genügend Stärke, korrekte Becken, eine sehr schöne Textur des Euters und ein starkes Zentralband vererbt, ist er breit einsetzbar, auch aufgrund seiner guten Befruchtungsfähigkeit. Die uniformen Euter seine Nachkommen eignen sich ideal für AMS-Betriebe. Die Kombination Samburu x Laudan kann als sehr gelungen betrachtet werden, was drei Nachzuchtkühe aus dieser Anpaarung bewiesen. „GHD Mamba“ aus der Glücksburg Agrar eG Dixförda war eine von ihnen und sicherte sich mit ihrer enormen Entwicklung, Ausgeglichenheit und natürlich aufgrund ihres drüsigen Euters mit ausgeprägtem Zentralband den 1a-Platz. Sie wurde auch Siegerkuh der Nachzuchten.

Töchtergruppe von Laudan gezeigt

Laudan, ein Bulle wie kein anderer, und unsere Holsteinlegende. Eine Töchtergruppe von ihm, bestehend aus elf Kühen von der ersten bis zur sechsten Laktation, war in Brandenburg nicht schwer zu finden. Die Zuchtwerte des 1998 geborenen Bullen sind noch heute vorzeigbar und sein Vererbungsmuster war ganz klar von seiner Töchtergruppe abzulesen. Gute Fundamente und Sprunggelenke, hervorragende Euter mit hohen Hintereutern und beste Fitnesseigenschaften haben ihn vor zehn Jahren zum meistgenutzten SBT-Vererber gemacht, was er im Jahr danach noch einmal wiederholen konnte. 700.000 verkaufte Portionen sprechen für den Lukas-Sohn, der acht Jahre lang DTG-Vererber war und nicht nur deutschlandweit viele Nachkommen produzierte. Klaus-Dieter Augustin beschrieb Laudan als prägenden Vererber der Holsteinzucht, der beeindruckende Kühe aufgrund seiner prägnanten Vererbung lieferte.

Jungzüchterwettbewerb

Der Ring war mit elf Teilnehmern gut gefüllt und Preisrichter Klaus-Dieter Augustin nahm sich Zeit, um das Können der jungen Vorführer auf die Probe zu stellen. Die Nase vorne hatte die 17-jährige Theresa Betker, die eine Marinero Tochter „EHH Rosaria“ aus der GbR Bodien perfekt vorführte. Hinter ihr platzierte sich Charlotte Sophie Röder, 16 Jahre, mit „SL Lynett“ aus der Seydaland Rinderzucht GmbH & Co. KG. Zum besten Typtier wurde die Ladd P-Tochter „SL Orchidee“, ebenfalls aus Seyda, gekürt. Die rotbunte Färse wurde von Katja Kase vorgeführt.

Die Jubiläumsschau war mit dem spannenden Schauwettbewerb, der großen Nachzuchtpräsentation, dem Jungzüchterwettbewerb auf hohem Niveau, einer DSN-Demonstration aus den Betrieben Züllsdorf und Gräfendorf sowie dem Rahmenprogramm anlässlich der 20. Blickpunkt Rind ein voller Erfolg für alle Beschicker und die Rinderzucht in Brandenburg. Wir freuen uns auf das nächste Jahr am 15. Oktober 2015!

Saskia Meier, RBB GmbH